Verkehr, Pressemitteilung
09.12.2019

ADFC fordert: „1 Meter 37 sind zu wenig!” Veloroutenstandards am Mundsburger Damm einhalten!

adfc hh/Ulf Dietze

Am Montag, 9. Dezember, gibt das Bezirksamt Hamburg-Nord seine Pläne zum Ausbau des südlichen Abschnitts des Mundsburger Damms zwischen Hohenfelder Bucht und Mundsburger Brücke dem Regionalausschuss zur Kenntnis.

PRESSEMITTEILUNG
09.12.2019

„1 Meter 37 sind zu wenig!” – ADFC fordert Stadt auf, die Velorouten-Standards einzuhalten und dem Rad mehr Platz zu geben.


Am heutigen Montag, 9. Dezember, gibt das Bezirksamt Hamburg-Nord seine Pläne zum Ausbau des südlichen Abschnitts des Mundsburger Damms zwischen Hohenfelder Bucht und Mundsburger Brücke dem Regionalausschuss zur Kenntnis.

»Was die Stadt am Mundsburger Damm plant, ist ein Trauerspiel«, sagt Andrea Kupke vom Fahrradclub. Auf der vom Auto- und Lkw-Verkehr stark belasteten Straße, die Teil der Veloroute  5 und 6 ist, will die Stadt Radwege mit einer Breite von zum Teil nur 1,37 Meter bauen. »Das unterschreitet nicht nur deutlich die Mindestmaße für Radwege, wie sie sich die Stadt in ihren  Regelwerken selbst gegeben hat«, kritisiert Kupke, »Die mut- und perspektivlose Planung wird auch nicht einmal ansatzweise dem bereits heute dort stattfindenden Radverkehr gerecht, geschweige denn dem zukünftig hier erwarteten und politisch erwünschten«. Schmale  »Mikroradwege« wie der am Mundsburger Damm geplante seien weder attraktiv noch sicher für Radfahrer*innen und lockten auch keine Menschen aufs Rad, so Kupke.


Wer die Standards für Velorouten einhalten wolle, müsse den Straßenraum neu auf- und gerechter verteilen. Nachhaltige Verkehre wie ÖPNV und das Fahrrad bräuchten auch am Mundsburger Damm deutlich mehr Platz, um eine gute Alternative zum Auto zu sein. Kupke: „In Zeiten der Klimakrise ist es unverständlich, wenn die Stadt die hohe Verkehrsbelastung durch Autos aufrecht erhalten will, indem sie die Kfz-Fahrspuren nicht reduziert”.


Der ADFC fordert, am Mundsburger Damm geschützte Radfahrstreifen zu bauen, da zwischen Häusern und Baumreihen nicht ausreichend Platz für genügend breite Geh- und Radwege ist. „Leider sind Planungen wie am Mundsburger Damm, die dem Radverkehr viel zu wenig Platz geben, derzeit kein Einzelfall”, so Kupke. „Gerade im Bezirk Nord häuften sich minderwertige Lösungen für den Radverkehr auch auf den Velorouten – obwohl diese das Hochwertigste sein sollten, das Hamburg seinen Radler*innen zu bieten hat.”

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Pressefoto: enger Radweg am Mundsburger Damm
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Copyright: adfc hh/Ulf Dietze

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