Pressemitteilung, Verkehr, Termine
22.03.2018

Am Sonntag demonstrieren Anwohner*innen für eine lebenswerte Habichtstraße und ausreichend breite, voneinander getrennte Geh- und Radwege

erstellt von ADFC Hamburg
adfc hh/Andrea Kupke

Die Stadt möchte die vier Fahrspuren für den Autoverkehr in der Habichtstraße unbedingt erhalten, Anwohner*innen und Verbände kämpfen dagegen für eine Verkehrswende und attraktive Bedingungen für Rad- und Fußverkehr.

Am Sonntag, den 25. März 2018, zwischen 15 und 18 Uhr, werden Anwohner*innen auf der Habichtstraße (Ring 2) zwischen Bramfelder Straße und Meisenstraße symbolisch einen geschützten Radfahrstreifen anlegen und die Parkstreifen mit Blumen begrünen. Sie fordern vom Senat eine Änderung der Planung zur Instandsetzung der Straße und genügend Raum für sicheren Fuß- und Radverkehr. Unterstützt wird die Aktion von Greenpeace, ADFC, VCD, Fuss e.V., Seniorenbeirat Hamburg-Nord, Stadtteilrat Dulsberg, Stadteilrat Barmbek-Nord, Radentscheid Hamburg sowie dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V..

Verkehrssicherheit muss Vorrang haben: getrennte Geh- und Radwege

»Wenn der Senat sein Versprechen eines Radverkehrsanteils von 25 Prozent ernst meint, muss er jetzt attraktive Angebote für den Umstieg aufs Rad schaffen«, sagt Andrea Kupke vom ADFC Hamburg. »Wir fordern Verkehrssenator Horch daher auf, die Planung zu ändern und in der Habichtstraße den Bau getrennter, regelgerechter Geh- und Radwege zu veranlassen«.

Die aktuelle Planung der Stadt sieht in jede Richtung zwei, jeweils 3 Meter breite Fahrspuren für Autos sowie breitere Kfz-Parkstreifen vor. Für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bleibt auf jeder Straßenseite nur noch ein 2,5 m breiter gemeinsamer Weg übrig. Die Initiatior*innen sehen darin ein hohes Risiko für Unfälle und Konflikte der Verkehrsteilnehmer*innen. »Wir sind fassungslos, dass die Stadt Hamburg im Jahr 2018 noch eine solch autozentrierte Planung auf die Straße bringen will«, sagt Matthias Fidorra von Greenpeace. »Die Habichtstraße ist auch für den Radverkehr eine wichtige Hauptachse und für viele Kinder der Weg zur Schule«.

Gehwege müssen für Behinderte und ältere Menschen sicher sein

»Die Bedürfnisse der Blinden und Sehbehinderten sind bei der Planung überhaupt nicht berücksichtigt worden«, sagt André Rabe vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.. »Unter diesen Umständen können wir uns nur mit einem sehr mulmigen Gefühl auf der Fläche bewegen«. »Besonders für Ältere sowie Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator ist die Planung eine Zumutung«, pflichtet ihm Helmut Krumm vom Seniorenbeirat Hamburg-Nord bei. An dem betroffenen Straßenabschnitt befinden sich mehrere Senioreneinrichtungen und zahlreiche Seniorenwohnungen.

Für Interviews und O-Töne stehen den Medien am Sonntag vor Ort

  • Matthias Fidorra (Greenpeace Hamburg), sowie
  • Andrea Kupke (ADFC Hamburg),

zur Verfügung.

Pressefoto

Vorschlag Bildunterschrift: »Die Stadt möchte die vier Fahrspuren für den Autoverkehr in der Habichtstraße unbedingt erhalten, Anwohner*innen und Verbände kämpfen dagegen für eine Verkehrswende und attraktive Bedingungen für Rad- und Fußverkehr.«

Urheberrechtshinweis Weitere Fotos senden wir Ihnen gern auf Anfrage.

Pressekontakt

Weitere Informationen zum Thema Habichtstraße