Verkehr, Pressemitteilung
31.08.2020

Aufklärungskampagne "Überholen – aber richtig!"

erstellt von Jens Deye
adfc hh

Ab 1. September klärt Hamburg Autofahrer*innen mit Plakatmotiven über den sicheren Überholabstand zu Radfahrenden auf. Der ADFC begrüßt die Aufklärungsaktion und fordert Kontrollen und breite Radwege.

Ab dem 1. September wird der Senat im Rahmen seiner Kampagne „Hamburg gibt Acht!“ auf Plakaten und Bussen über den Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Metern aufklären, den Autofahrer*innen beim Überholen von Radfahrer*innen einhalten müssen.

„Autofahrer*innen gefährden leider immer noch tagtäglich Hamburgs Radfahrer*innen durch zu enges Überholen bis hin zum Abdrängen, Hupen, dichtes Auffahren und überhöhte Geschwindigkeiten “, sagt Jens Deye vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Aufklärung der Autofahrer*innen, aber auch konsequente Kontrollen des Mindestüberholabstands durch die Polizei sind dringend nötig, um die Verkehrssicherheit auf Hamburgs Straßen zu verbessern“, begrüßt Deye die Aktion mit dem Motto „Überholen – aber richtig!“.

Entwickelt wurde sie im Arbeitskreis Fahrrad des Forums Verkehrssicherheit der Stadt gemeinsam mit dem Fahrradclub. „Hintergrund ist, dass sich viele Radfahrende auf Radfahrstreifen und Schutzstreifen oft nicht sicher fühlen, weil sie dort zu eng von Autofahrer*innen überholt werden“, so Deye.

Wichtiger noch sei aber, die Radinfrastruktur auf Hamburgs Straßen so zu gestalten, dass Autofahrer*innen grundsätzlich den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestüberholabstand von 1,5 Metern einhalten. „Dies geht nur mit ausreichend breiten oder auch baulich abgetrennten Radspuren“, fordert Deye mehr Platz fürs Rad. „Wo der Straßenraum zu eng ist für sichere und attraktive Radwege, muss mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf höchstens Tempo 30 dem Drang vieler Autofahrender zum engen Überholen Einhalt geboten werden."

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