Verkehr
02.07.2018

Bürgerinitiative will Ottensen zum »Superblock« umwandeln

erstellt von Dirk Lau
Ottenser Gestalten

Mit Maßnahmen wie Einbahnstraßen, die nur für Anwohner*innen und Lieferverkehr befahrbar sind, wollen die »Ottenser Gestalten« den Kfz-Durchgangsverkehr in Ottensen bekämpfen.

Der Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Altona beschäftigt sich heute am Montag, 2. Juli, mit dem Verkehrskonzept der Bürgerinitiative »Ottenser Gestalten«. In Anlehnung an das als „Superblocks“ bekannte Modell soll der Stadtteil Ottensen verkehrsberuhigt werden, indem der individuelle motorisierte Durchgangsverkehr verhindert wird, aber jede Straße des Stadteils erreichbar bleibt. Dazu sollen verkehrsberuhigte Einheiten aus mehreren Häuserblöcken entstehen, innerhalb derer nur Anwohner*innen und Lieferverkehr mit dem Auto fahren dürfen. Parallel soll der Rad-, Fuß- und öffentliche Nahverkehr massiv ausgebaut werden.

»Der ADFC freut sich, dass sich Bürger*innen für ein lebenswertes Ottensen und klimafreundlichen Verkehr stark machen«, so Sabine Hartmann, Sprecherin der ADFC-Bezirksgruppe Altona. Ottensen eigne sich aufgrund seiner Straßenführung sehr gut als Superblock. Der Fahrradclub und die Initiative »Hamburg dreht sich« unterstützen daher den Plan der »Ottenser Gestalten«.

Ziel ist die Verlagerung des motorisierten Durchgangsverkehrs auf alternative Verkehrsmittel und nicht auf angrenzende Hauptverkehrsstraßen. Durch die Schaffung eines Superblocks soll also das Mobilitätsverhalten der Menschen verändert werden, die dann verstärkt mit Bus, Bahn, dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind.

»Die Rechnung geht auf«, sagt Jens Deye vom ADFC-Vorstand. »In dem Maße, in dem die anderen Nutzungsarten steigen, sinkt das Aufkommen des Kfz-Verkehrs, dem dann entsprechend weniger Platz eingeräumt werden muss«.

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