Pressemitteilung, Verkehr
12.12.2017

Die lange versprochene Radkampagne kommt!

erstellt von ADFC Hamburg
Radfahrerin vor dem Hamburger Rathaus adfc hh/Stefanie Miczka

Ziel der Kampagne: das Radfahren als urbanen Lebensstil positionieren.

Als Teil seines »Fahrradstadt«-Programms will der rot-grüne Senat 2018 eine Kommunikationskampagne zur Förderung des Radverkehrs starten. ADFC Hamburg: »Gut so! Radverkehr braucht Rückenwind, aber auch mehr Platz!«

Um den Wandel Hamburgs zur Fahrradstadt zu begleiten, schiebt der rot-grüne Senat nun die im »Bündnis für den Radverkehr« versprochene Kommunikationskampagne an – eine alte Forderung des ADFC Hamburg. Viktoria Wesslowski, Referentin für Verkehrspolitik des Fahrradclubs: »Das Bündnis für den Radverkehr sieht tiefgreifende Veränderungen im Straßenbild der Stadt und in der Mobilität der Menschen vor. Solche Veränderungen müssen begleitet und erklärt werden. Es ist höchste Zeit, dass der Senat diese Aufgabe angeht.«

Die Fahrradkampagne ist mit insgesamt 7,5 Millionen Euro über 5 Jahre verteilt ausgestattet (zum Vergleich: die Medienkampagne für die Elbphilharmonie kostete 10 Millionen Euro). Dafür soll von 2018 bis einschließlich 2021 ein umfassender Marketingmix das Radfahren »als urbanen Lebensstil glaubwürdig und nachhaltig positionieren«, so Hamburg Marketing. Die finanzielle Ausstattung der Kampagne sieht der ADFC als gut angelegtes Geld: »Um endlich den Standards für Luftreinhaltung zu entsprechen, braucht Hamburg die Verkehrswende und vor allem den Radverkehr. Die Kampagne ist damit eine Investition in die Gesundheit der Hamburger Bürger*innen.«

In einem Teil der Kampagne soll es auch um Verkehrssicherheit gehen. Der ADFC Hamburg erhofft sich hier vor allem, dass Radfahrende als Verkehrsteilnehmer*innen ernst genommen und dass ihnen genügend Raum gegeben wird. »Wir beobachten leider noch immer, dass nicht alle Verkehrsteilnehmer*innen wissen, wer wo fahren darf«, sagt Wesslowski. »Außerdem werden Radfahrer*innen noch häufig zu eng und zu schnell von Autofahrer*innen überholt.« Die Kampagne sollte daher auch Regelwissen vermitteln und für ein besseres Miteinander im Verkehr werben.

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