ADFC, Verkehr
24.03.2019

Die meisten Fahrradhäuschen stehen in Eimsbüttel

erstellt von Sabine Michaelis
adfc hh/Sabine Michaelis

Objekt der Begierde bei Fahrradfahrern und Sprayern: Fahrradhäuschen im Weidenstieg in Eimsbüttel

Wer einen geschützten Fahrradparkplatz braucht, sollte sich über Fahrradhäuser informieren

In ein typisches Fahrradhaus passen 12 Räder - auf dem Platz, den sonst ein Autostellplatz einnimmt. Dazu sind sie diebstahl- und regengeschützt, das sind die dicken Pluspunkte für ein Fahrradhäuschen. Die meisten dieser Häuschen stehen in Eimsbüttel, nämlich 220 auf öffentlichem Grund und noch mal 180 auf privatem Grund.

Für die Aufstellung auf öffentlichem Grund bedarf es einer Sondernutzungsgenehmigung durch die Stadt. Die wird nur gewährt, wenn keine Grünflächen damit neu versiegelt werden, es nicht schon viele Häuschen in der Nähe gibt (»störende Häufung«), das Erscheinungsbild denkmalgeschützter Fassaden nicht beeinträchtigt wird und das Häuschen Straßen und Wege nicht einengt oder die Sicht behindert. Inwieweit Parkplätze umgewidmet werden können, wird von Fall zu Fall entschieden. Im Bezirk Nord ist die Politik schon weiter: Dort wurde schon 2015 beschlossen, dass der Wegfall eines Parkplatzes kein Ausschlusskriterium sein darf. Dazu hatte Andrea Kupke bereits berichtet

Der Zuschuss bei Neuaufstellung beträgt in Eimsbüttel bis zu 3.500 €. In den beiden letzten Jahren 2017 und 2018 wurden jeweils 16 Sondernutzungsanträge für Fahrradhäuser in Eimsbüttel gestellt. Davon wurden allerdings 2017 lediglich vier Anträge genehmigt, 2018 sogar nur zwei. Für Ablehnungsgründe wie denkmalgeschützte Fassaden, störende Häufung und Parkdruck hat der ADFC Eimsbüttel kein Verständnis, solange statt Fahrradhäuser dort Autos stehen.

Wie ihr ein Fahrradhaus beantragt