Pressemitteilung, Verkehr
24.10.2018

Elbchaussee: ADFC bezeichnet Planungen der Stadt als absurd

Am 23.10. startete der Landesbetrieb Straßen Brücken und Gewässer (LSBG) das Beteiligungsverfahren für den Umbau der Elbchaussee. Bis zum 4.11. können Interessierte auf der LSBG-Webseite unterschiedliche Lösungsvarianten für den westlichen Abschnitt von Blankenese bis zum Hohenzollernring kurz vor Ottensen einsehen und bewerten.

Für den Abschnitt Ost der Elbchaussee (Hohenzollernring bis Palmaille) komme allerdings, so der LSBG, ein Radfahr- oder Schutzstreifen nicht in Frage – "wegen des zu schmalen Straßenquerschnittes der Elbchaussee und des überdurchschnittlich hohen Verkehrsaufkommens”. Der Radverkehr soll stattdessen über die Bernadottestraße/Holländische Reihe geführt werden – im Widerspruch zum Beschluss der Bezirksversammlung Altona, die Elbchaussee ab Palmaille schnellstmöglich mit einem Radfahrstreifen zu versehen.

“Statt endlich die lang ersehnte West-Ost-Verbindung für Hamburgs Radfahrer*innen zu schaffen, versucht die Stadt, die Menschen zu verschaukeln”, so Samina Mir vom ADFC Hamburg. Denn gerade im Ostteil sei die Elbchaussee besonders breit. “Zu behaupten, dort sei kein Platz für Radfahrende, um sie deshalb auf Umwegen zu führen, ist absurd”.

Der ADFC fordert die Stadt auf, die Planungen bis zum Ende der Elbchaussee an der Palmaille fortzuführen und auch dort eine durchgängige, sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr zu schaffen. Mir: “Nur durch attraktive Alternativen können wir mehr Menschen dazu bewegen, aufs Rad umzusteigen und so einen Beitrag zur Lösung von Hamburgs Verkehrsproblemen wie Stau, Unfällen und Luftverschmutzung zu leisten.” Durch mehr  Rad- und weniger Autoverkehr werde die Elbchaussee auch wieder von der heutigen lauten und schmutzigen Durchgangsstraße in einen Boulevard verwandelt, an dem sich die Menschen gern aufhalten.

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