Verkehr
29.03.2019

Eppendorfer Weg wird zur Tempo-30-Zone

erstellt von Simon Brauer, Sabine Michaelis
adfc hh/Sabine Michaelis

Eppendorfer Weg: in zwei Jahren auf ganzer Länge Tempo 30

Tempo 30 besteht zurzeit nur vor sozialen Einrichtungen und nur zu bestimmten Zeiten

Wichtiger Abschnitt der Veloroute 13 soll ab 2021 umgebaut werden

Nach Jahren des Zögerns wird der Eppendorfer Weg endlich auf ganzer Länge zur Tempo-30-Zone. Das wurde im Verkehrsausschuss des Bezirksversammlung Eimsbüttel bekanntgegeben. Demnach soll ab 2021 der Umbau der Straße erfolgen, der die Einrichtung einer Tempo-30-Zone auf der ganzen Länge ermöglicht. Ausgenommen sind lediglich die ampelgeregelten Kreuzungen mit Hauptverkehrsstraßen, wie die Fruchtallee oder die Hoheluftchaussee. Bereits im letzten Jahr wurde Tempo-30-Zone zwischen Lehmweg und Löwenstraße eingerichtet.

Bewegung in die Diskussion um Tempo 30 im Eppendorfer Weg kam durch die Änderung der Straßenverkehrsordnung im Jahr 2017. Sie erleichtert, in der Nähe von sozialen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h zu reduzieren – allerdings nur auf einer Länge von maximal 300 m Länge. Im Eppendorfer Weg hätte das aufgrund der vielen infrage kommenden Einrichtungen einen Flickenteppich unterschiedlicher zulässiger Höchstgeschwindigkeiten bedeutet.

Dazu kommt, dass fast auf der gesamten Länge des Eppendorfer Wegs die Veloroute 13 verläuft, die als Ring Altona, Eimsbüttel und Winterhude verbinden soll. Die Velorouten sollen den Radverkehr bündeln und ein zügiges und komfortables Vorankommen ermöglichen und so mehr Hamburger aufs Fahrrad bringen. Im Rahmen dieser Überlegungen ist wohl auch bei den zuständigen Hamburger Behörden, der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), und der Behörde für Inneres und Sport (BIS), der die Polizei untersteht, die Erkenntnis gereift, dass eine durchgängige, einheitliche und leicht verständliche Lösung besser ist.

Der ADFC Hamburg begrüßt die Ausweisung des Eppendorfer Wegs als Tempo-30-Zone. Fußgänger und Fahrradfahrer, Alt und Jung werden von dieser Änderung enorm profitieren, die Verkehrsberuhigung wird zu weniger Lärm und besseren Querungsmöglichkeiten führen. Das Radfahren wird deutlich entspannter möglich sein. Um den Anforderungen einer Veloroute gerecht zu werden, kommt es jetzt auf die konkrete Umsetzung an. Wichtig ist insbesondere eine übersichtliche Straßengestaltung. Dazu ist es erforderlich, die Parksituation zu ordnen, Falschparken baulich zu unterbinden und kompakte Knotenpunkte zu entwerfen. Außerdem müssen in regelmäßigen Abständen sichere Querungsmöglichkeiten zwischen den Parkplätzen entstehen, um die Straße gut einsehen und sicher queren zu können.