Pressemitteilung, ADFC, Verkehr
27.06.2019

Lkw-Fahrende steigen aufs Fahrrad – »Perspektivwechsel«-Radtour von Fahrradclub und Logistikbranche

Lkw-Fahrende steigen aufs Fahrrad – »Perspektivwechsel«-Radtour von Fahrradclub und Logistikbranche.

Ziel der »Perspektivwechsel«-Radtour mit Tourenguides des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ist es, im Verkehrsalltag Unfallrisiken besser einschätzen zu können, indem sich die Lkw-Fahrenden in die Rolle der Radfahrenden versetzen.

Start der Radtour ist um 11.30 Uhr auf dem Firmengelände der Heinrich Zoder Spedition GmbH (Großmannstraße 114, 20539 Hamburg). Es wird ein breites Spektrum an Radinfrastruktur auf einer Länge von 15 bis 18 Kilometern befahren, darunter drei bis fünf Unfallpunkte. Inklusive Zwischenstopps ergibt sich eine Fahrzeit von drei bis vier Stunden.

Bei dieser Tour ist Aufklärung auf beiden Seiten ein wichtiger Faktor. Jens Deye vom Vorstand des ADFC Hamburg, der die Radtour mit konzipiert hat, weiß: „Radfahrende müssen sich auf Gefahr durch Abbieger einstellen. Und Lkw-Fahrende müssen die spezifischen Unfallrisiken in Bezug auf Radfahrende kennen. Daher haben sich der ADFC und die Straßen-verkehrsgenossenschaft Hamburg eG. darauf verständigt, die Perspektivwechsel-Radtour auch als festen Bestandteil in die Aus- und Weiterbildung der Berufskraftfahrer zu integrieren. Es freut uns sehr, dass sich die Hamburger Unternehmen Remondis und Zoder und damit deren Lkw-Fahrenden sofort bereit erklärt haben, an dieser Aktion teilzunehmen. Das zeigt, wie wichtig dieses Thema gerade auch den Speditionen ist.“

Lkw-Fahrende haben aus ihren erhöhten Kabinen eine ganz besondere und häufig schwierige Sicht auf den Straßenverkehr. Im Rahmen dieser Radtour erleben sie den Verkehr aus der Perspektive der Radfahrenden und lernen brisante Stellen in der Stadt kennen, an denen es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen und Unfällen zwischen Autofahrenden und Radfahrenden kam.

Da Unfälle mit Lkw und Radfahrenden oft tödlich für Radfahrende enden, haben die Spediteure und ihre Fahrer, der ADFC, der VSH sowie die SVG Hamburg das Ziel, Abbiegeunfälle ganz zu vermeiden. Das geschieht zum einen durch die Erprobung verschiedener Abbiegeassistenten, die ab 2022 in Europa Pflicht werden sollen und in Hamburg bereits getestet werden.

Maren Hering, Sprecherin des Verbandes Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg e.V. (VSH) sagt: „Es ist gut und richtig, dass die Abbiegeassistenten endlich vorgeschrieben werden sollen. Aber wir wollen mehr tun. Die Fahrer nehmen freiwillig in ihrer Freizeit an dieser Tour teil. Wir wollen mit dieser Radtour ein Umdenken in den Köpfen aller Verkehrsteilnehmer anstoßen. Die Aktion würde auch gut unter das Motto - Hamburg gibt Acht! passen. Uns geht es um das Miteinander im Straßenverkehr.“

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Hintergrund:
Verband Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg e.V. (VSH)
Der Verband Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg e. V. (VSH) ist der Arbeitgeberverband für die Unternehmen des gewerblichen Straßengüterverkehrs in Hamburg. Die mehr als 1.000 Hamburger Unternehmen beschäftigen rund 15.000 Mitarbeiter, davon 10.000 Fahrer und gehören damit der dritt größten Branche in Deutschland an. Vorsitzende des VSH sind Bianca Poppe und Stefan Wurzel, Geschäftsführer ist Frank Wylezol.

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Initiatoren:

www.hamburg.adfc.de

www.svg-hamburg.de

www.vshhamburg.de

www.remondis-nord.de

www.zoder-spedition.de

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Termin: Samstag, 29.6.2019, 10.30 Uhr
Großmannstraße 114, 20539 Hamburg
(Firmengelände der Heinrich Zoder Spedition GmbH)

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Pressefoto: LKW_und_Radfahrende.jpg (JPG, 3,5 MB)
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Pressekontakt:
Verband Straßengüterverkehr und Logistik Hamburg e.V. (VSH)
Maren Hering
Pressesprecherin
Tel.: +49 (0)40 254 70 17 71
Mobil: +49 (0)160 98 98 56 32
E-Mail: marenhering@vshhamburg.de