Verkehr, Rund ums Rad
11.12.2017

Hamburg wird Fahrradstadt – bitte auch an Weihnachten!

erstellt von ADFC Hamburg
Weihnachtsmarkt-Buden stehen auf dem Radweg. Das Verkehrszeichen zeigt »Radweg Ende« adfc hh/Sabine Hartmann

Endstation Glühweinbude: Radwegverbindung am Bahnhof Altona gekappt

Ob Baustellen, Hafengeburtstag, Schlagermove oder jetzt eben Weihnachtsmärkte: Wenn es in Hamburg zu zeitweiligen Sperrungen von Verkehrsflächen kommt, wird der Radverkehr oft vernachlässigt oder gleich ganz vergessen. Radfahrer*innen fühlen sich dann nicht ernst genommen und dürfen sich ihren Weg selbst suchen – was meist wenig attraktiv ist und auch mit gefährlichen Situationen verbunden sein kann.

Wir fordern: Schon im Genehmigungsprozess für solche Sonderveranstaltungen muss die Stadt den Radverkehr und seine Führung mitdenken und gute Umleitungen einrichten – unter anderem auch durch Sperrung von ursprünglich dem Autoverkehr reservierten Fahrspuren, Freigabe von Einbahnstraßen usw.

Sabine Hartmann, ADFC-Bezirksgruppe Altona: »Die Weihnachtsmärkte haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Ich beobachte schon das ganze Jahr, dass sich bei der Einrichtung von Sondernutzungen oder Baustellen nicht um die Sicherheit und das Fortkommen von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gekümmert wird. Als Beispiel sei nur die Baustelle Kieler Straße genannt. Falsche oder fehlende Beschilderung ist ein großes Problem. Das Ausweisen einer Umleitung und eine Beschilderung, die der StVO entspricht, wären hilfreich. Dass das kein Hexenwerk ist, beweisen andere Städte wie Berlin oder Essen.«