Rund ums Rad, Verkehr
28.05.2018

Online-Umfrage der Umweltbehörde zur Lärmbelastung

erstellt von Online-Redaktion
Durchlass durch eine Lärmschutzwand adfc hh/Ulf Dietze

Lärm macht krank. Und so eine »Lärmschutzwand« wie hier am Swebenweg ist sicher für jeden ein wunderbarer Anblick.

Die Behörde befragt Hamburger*innen mit 17 Fragen zum Thema Lärm.

»Bis 19. Juni können Sie sich beteiligen. Gefragt wird nach den als besonders störend empfundenen Lärmquellen im eigenen Wohnumfeld (Straßenverkehr, Flug-, Schienen-, Industrie-, Gewerbe- oder Hafenlärm sowie nach Baustellen-, Event- oder Freizeitlärm).  Wissen möchte die Umweltbehörde auch, welche Erfahrungen in Bezug auf den Lärm Anwohnerinnen und Anwohner von 30er-Zonen gemacht haben, ob passive Schallschutzmaßnahmen wie Lärmschutzverglasung als entlastend betrachtet würden oder veränderte, leisere Fahrbahnoberflächen im Wohngebiet die Lärmbelastung verbessern würden. Auch die Einschätzung, ob heute noch relativ gering von Lärm belastete, unbebaute Bereiche zu sogenannten „Ruhigen Gebieten“ erklärt werden sollten, für die künftig ein besonderer Schutzstatuts gelten könnte, ist Teil der Umfrage. Bei der Umfrage und bei den ortsbezogenen Maßnahmen in der Karte können Kommentare abgegeben werden. Die Teilnahme ist anonymisiert. (…)

In Hamburg sind 120.000 Menschen tagsüber durch Straßenverkehr-Lautstärken von über 65 dB ausgesetzt. Nachts sind es sogar 133.000 Menschen, die von Lautstärken über 55 dB betroffen sind. Das sind Lautstärke-Pegel, deren Überschreitung den Senat zum Handeln verpflichten, weil die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner dieser Straßen durch den Lärm gesundheitlich gefährdet sein kann. Die Umfrage ist Teil des öffentlichen Beteiligungsverfahrens zur Fortschreibung des Lärmaktionsplan (LAP) Hamburg 2018. Die so genannte 3. Stufe des LAP soll bis zum Herbst/Winter 2018 unter Mitwirkung der Öffentlichkeit erarbeitet werden.

Hintergrund der Lärmaktionsplanung ist eine EU-Richtlinie von 2001, nach der die Mitgliedsstaaten verpflichtet sind, schädliche Umwelteinflüsse durch so genannten Umgebungslärm zu vermeiden und zu vermindern. Um dies zu gewährleisten, muss seither alle fünf Jahre für Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohnerinnen und Einwohner die Lärmbelastung einheitlich auf Karten dargestellt werden. Und zwar an Hauptverkehrsstraßen, Hauptschienenstrecken und Großflughäfen. Aus den Ergebnissen sind Lärmminderungsmaßnahmen für die nächsten fünf Jahre abzuleiten.«

Quelle: Pressestelle der Behörde für Umwelt und Energie, 23.05.18

Zur Umfrage: http://www.hamburg.de/luft-laerm/