Pressemitteilung, Verkehr
19.09.2018

Park(ing) Day am 21.9.: Parkplätze in öffentliche Parks umwandeln!

Fahrräder, Stühle, Menschen auf grünem Kustrasen am Rand einer Fahrbahn adfc hh/Benjamin Harders

Am 21. September ist „Park(ing) Day“ – ein weltweiter Aktionstag, an dem Parkplätze zu Inseln des Stadtlebens umgestaltet werden. Der ADFC zeigt von 14:30 bis 19 Uhr in der Eppendorfer Landstraße 98–100, dass öffentlicher Raum durch parkende Autos verschwendet wird.

Am internationalen Park(ing) Day, der seit 2005 jedes Jahr im September stattfindet, erobern weltweit Menschen die Flächen zurück, die durch den ruhenden Kfz-Verkehr besetzt werden und wandeln diese zeitweise zu Parks und Plätzen des urbanen Lebens. Der Raum wird anders genutzt: zum Treffen und Klönen, zum Spielen für Kinder, zum Musikmachen.

Andrea Kupke vom ADFC Hamburg: „23 Stunden am Tag steht ein Auto nur rum. Dabei verbraucht es im Schnitt mit acht Quadratmetern unglaublich viel Platz des knapp bemessenen Straßenraums.« Viele Autofahrer*innen würden immer noch glauben, sie hätten automatisch einen Anspruch auf die kostenlose Nutzung von öffentlichem Raum. In einer boomenden Stadt wie Hamburg sei dieser Raum aber ein viel zu wertvolles Gut, von dem viel mehr Menschen profitieren könnten. Der ADFC lädt daher alle Anwohner*innen ein, vorbeizukommen und den zusätzlichen Raum in der Eppendorfer Landstraße für einige Stunden zu genießen.

»Beim Parking Day zeigen wir symbolisch, wie viel Lebensqualität wir mit einer echten Verkehrswende gewinnen könnten«, so Kupke. »Allein die etwa 783.000 angemeldeten Pkw in Hamburg verbrauchen beim Parken eine Fläche, die dem Vierfachen der Außenalster entspricht«. Und das auf Kosten von komfortablen Gehwegen und sicheren, breiten Radwegen auf der Straße sowie fehlenden Flächen für die Naherholung und für Spielplätze.

Der ADFC appelliert an den Senat, das Parken in Hamburg deutlich teurer zu machen, um der steigenden Platznot entgegenzuwirken. Kupke: »Die Stadt behandelt ihren öffentlichen Raum wie Ramsch. Autos parken immer noch fast überall kostenfrei oder zu Spottpreisen. Großstädte überall auf der Welt haben begriffen, dass öffentlicher Raum mehr wert ist – und dass man mit intelligenter Parkraumbewirtschaftung Geld einnehmen und Platz für den öffentlichen Nahverkehr und Radverkehr schaffen kann. Das brauchen wir auch hier. Sonst ist der Verkehrskollaps nicht zu vermeiden.«

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