Verkehr, Pressemitteilung
13.07.2020

Sieviekingdamm: Hamburgs erster Pop-up-Radweg!

erstellt von Jens Deye
Abbildung des Pop-up-Radwegs auf dem Sievekingdamm adfc hh / Benjamin Harders

Auf dem Sievekingdamm in Hamburg-Hamm wurde jetzt vom Bezirk Mitte eine Fahrbahnspur auf der rechten Straßenseite zu einem sogenannten Pop-Up-Radweg gemacht.

Was im März 2020 am Halleschen Ufer in Berlin deutschlandweit erstmals erfolgte, lässt sich nun auch in Hamburg erfahren: Auf dem Sievekingdamm in Hamburg-Hamm wurde jetzt vom Bezirk Mitte eine Fahrbahnspur auf der rechten Straßenseite auf einer Länge von rund 300 Metern für den Autoverkehr gesperrt und zu einem sogenannten Pop-Up-Radweg gemacht. 

„Toll, dass nun auch Hamburg dem Vorbild Berlins folgt und dieses wichtige und einfache Mittel zur Förderung und für die Sicherheit des Radverkehrs auf die Straße bringt”, freut sich Jens Deye vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Mit der Corona-Pandemie habe der Wunsch, sich frei vom Stau der Autos und der Enge vieler Busse und Bahnen in der Stadt zu bewegen, noch einmal deutlich zugenommen. Deye: "Mit unser Pop-up-Radweg-Aktion Anfang Mai auf der Straße An der Alster haben wir bewiesen, wie schnell und einfach es ist, eine Kfz-Spur für die Nutzung durchs Rad bereit zustellen und so für komfortable und sichere Radverkehrsbedingungen zu sorgen”. So können Radfahrende mit dem, in der Pandemie gebotenen Abstand, zueinander fahren. Außerdem gewährleisten Pop-up-Radwege auch den, von Autofahrenden einzuhaltenden, Sicherheitsabstand beim Überholen von Radfahrenden. „Wir fordern die Stadt auf, Pop-up-Radwege wie im Sievekingdamm jetzt schnellstmöglich auf wichtigen Radverkehrsverbindungen wie An der Alster, der Reeperbahn oder der Wandsbeker Chaussee einzurichten.”

Die vom ADFC Hamburg auf Change.org gestartete Petition "Pop-up-Radwege in Hamburg jetzt!" zeigt mit aktuell rund 12.000 Unterstützer*innen deutlich, wie wichtig vielen Menschen in Hamburg sichere und attraktive Radverkehrsbedingungen sind.

Unterstrichen wird die Forderung durch eine Vielzahl von „Pop-up-Radweg”-Demos, die seit Mai 2020 von unterschiedlichen Organisationen in Hamburg durchgeführt wurden. Temporäre Pop-up-Radwege gab es bislang außer An der Alster bereits auf der Stresemannstraße, Elbchaussee, Neuer Kamp und letzten Samstag An der Verbindungsbahn.

Wie Pop-Up-Radwege im Detail von den Behörden umgesetzt werden können, ist auf den Seiten des nationalen Fahrradportal unter "Neue Wege auf der Straße und in der Verwaltung, Die Berliner ‚PopUp’-Radwege" nachzulesen.

---
Pressefoto:
Die Nutzung ist für journalistische Berichterstattung zum Thema „Radverkehrsförderung“ bei Nennung der Quelle kostenfrei; die Bilddateien dürfen zur optischen Anpassung bearbeitet werden, eine bildinhaltliche Bearbeitung (z. B. digitale Retusche von Personen, Schriften und Gegenständen oder großflächiges Beschneiden des Motives) ist untersagt.

---
Pressekontakt: Dirk Lau, dirk.lau@hamburg.adfc.de, 040-32904116