Rund ums Rad, Verkehr
26.06.2020

Spende für Hinterbliebene

adfc hh/Cajus Pruin

Aufruf zur Unterstützung der Familie des Anfang Juni getöteten Radfahrers

Am 2. Juni wurde ein Radfahrer im Schiffbeker Weg von einem LKW überrollt. Er verstarb noch am Unfallort. Solche Zeilen lesen wir viel zu oft in der Presse. Wovon wir meist nichts erfahren, sind die Schicksale, die damit verbunden sind. Der Getötete hatte einen Namen, eine Familie, eine Geschichte.

Same hatte bereits 2019 einen Fahrradunfall, der dafür sorgte, dass er 14 Monate seiner Arbeit als Busfahrer nicht nachkommen konnte. Seine Frau Swita arbeitet daher zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Erzieherin als Kassiererin in einem Supermarkt.

An seinem ersten Arbeitstag nach der unfallbedingten Pause war Same mit dem Rad unterwegs und musste sein Rad aufgrund einer Baustelle über den Grünstreifen schieben. Auf diesem befand sich Baumaterial. Er wich auf die Straße aus und wurde von einem Lastwagen erfasst. Same verstarb am Unfallort.

Er hinterlässt eine 33-Jährige Frau, eine 14-Jährige Tochter und zwei Söhne, elf und vier Jahre alt. Seine Frau erzählt: »Der Unfall hat unsere Welt zerbrochen. Wir hatten so viele Zukunftspläne, die jetzt Träume bleiben. Same hat sein Leben geliebt und war glücklich.«

Schon über ein Jahr leidet die Familie an dem verringerten Einkommen. Sames Frau Swita fürchtet nun, dass sie umziehen müssen, weil sie in den kommenden Monaten die Wohnung nicht mehr bezahlen können. Die Kinder würden dann gar ihr Umfeld verlassen müssen.

Eltern aus der Kita, in der Sames Frau arbeitet, haben von dem Schicksal erfahren und möchten helfen: Sie haben eine Website eingerichtet, um Spenden für die Familie zu sammeln.

Unterstütze die Familie von Same, damit diese Zeit hat zu trauern: http://www.fuer-same.de