Verkehr
16.06.2020

Umbau Saarlandstraße: Konzertsaison im Stadtpark kann beginnen!

Radweg nun etwas breiter. Fahrradbügel vor dem Eingang der Freilichtbühne. adfc hh/Andrea Kupke

Radweg nun etwas breiter. Fahrradbügel vor dem Eingang der Freilichtbühne.

Ableitung des Radwegs in die Nebenfahrbahn adfc hh/Andrea Kupke

Ableitung des Radwegs in die Nebenfahrbahn

In der Nebenfahrbahn gibt es nun eine Piktogrammkette - bleibt abzuwarten, ob das gegen Falschparker ausreicht. adfc hh/Andrea Kupke

In der Nebenfahrbahn gibt es nun eine Piktogrammkette - bleibt abzuwarten, ob das gegen Falschparker ausreicht.

Höhe Alte Wöhr gibt es von der Nebenfahrbahn aus eine Aufleitung auf den alten Radweg. adfc hh/Andrea Kupke

Höhe Alte Wöhr gibt es von der Nebenfahrbahn aus eine Aufleitung auf den alten Radweg.

Radweg bei der Freilichtbühne erneuert und neue Bügel aufgestellt

»Von uns aus darf es jetzt bald wieder losgehen mit den Open-Air-Konzerten im Stadtpark«, freut sich Andrea Kupke, Sprecherin der Bezirksgruppe Nord im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Rechtzeitig zum Start der geplanten Konzertsaison stellte die Stadt jetzt die Radverkehrsanlagen vor der Freilichtbühne an der Saarlandstraße fertig. Bislang war die Situation dort für Radfahrende katastrophal: Regelmäßig blockierten Konzertbesucher*innen den direkt vor dem Eingang zur Freilichtbühne verlaufenden Asphaltradweg, der ohnehin viel zu schmal war. Den engen Platz mussten sich Radler*innen zudem gemeinsam mit Jogger*innen teilen und sich dann einen Weg durch das Konzertpublikum bahnen, das zum Eingang strömte. Kupke: »Als Radfahrer*in fühlte man sich vor Konzerten unerwünscht, als Hindernis und Störenfried, auf dem Weg war kaum ein Durchkommen«. Zum Anschließen von Fahrrädern gab es – halb im Gebüsch versteckt – einige wenige Bügel. »Nichts im Vergleich zu dem großen Angebot von Kfz-Stellplätzen«.

Alles neu!

Heute sieht es anders aus: Der Radweg, der Teil der Veloroute 5N ist, wurde neben die Fahrbahn verlegt und direkt vor dem Eingang zur Freilichtbühne ist eine gut einsehbare Abstellanlage mit immerhin 28 Bügeln entstanden. »So werden mehr Menschen eingeladen, mit dem Rad zu den Stadtparkkonzerten zu kommen«, meint Kupke. Ein paar Meter weiter wird der Radweg – deutlich sichtbar durch eine rote Markierung - in die Nebenfahrbahn geführt. Eine Piktogrammkette macht allen klar, dass am linken Rand der Nebenfahrbahn keine Autos geparkt werden dürfen.

»Hier fährt es sich nun ganz entspannt und ohne die Erschütterungen des früheren Katastrophen-Radwegs«, findet Kupke. Am Ende der Nebenfahrbahn, vor der Einmündung Alte Wöhr, ist es aber erst einmal wieder vorbei mit dem guten Untergrund. Kupke: »Alles beim Alten: Nutzungskonflikte zwischen Fußgänger*innen und Radfahrenden, die wieder mit aufgebrochenem Asphalt kämpfen müssen.« Die Chance, in der Saarlandstraße den Kfz-Verkehr um eine Fahrspur zu reduzieren, die regelmäßig sowieso zum Parken freigegeben ist, und so dem hohen Radverkehrsaufkommen auch mit guten Überholmöglichkeiten gerecht zu werden, habe die Stadt verpasst. »Das haben wir uns gewünscht, unsere diesbezüglichen Forderungen hat die Stadt aber ignoriert«, so Kupke. Dennoch sei der jetzige Umbau eine deutliche Verbesserung gegenüber früher.