06.07.2018

Link des Monats

Von: Ulf Dietze

Von 2007 bis 2011 veröffentlichten wir in jeder Ausgabe der RadCity den »Link des Monats«. Viele der Links sind umgezogen oder die Zielseiten gar nicht mehr auffindbar. Hier sind sozusagen »die funktionierenden Reste« der Serie noch versammelt.

RadCity 3/2007: Fahrradklingel schafft überall freie Bahn

Es ist reine Zeitverschwendung, sich das anzusehen. Aber wer die durchschlagende Wirkung einer Fahrradklingel erleben möchte, muss es tun:

http://www.youtube.com/watch?v=lnL4fjMzsSU

RadCity 6/2008: Werbung für das Verkehrsmittel Fahrrad

Kopenhagen, Amsterdam, Houten: Städte, die sehr viel fürs Fahrrad getan haben. »In den letzten 20 bis 30 Jahren haben wir die Geschwindigkeit des Verkehrs gesenkt. Das nimmt auch den Kreuzungen ihre Gefährlichkeit. Wir haben die Parkgebühren erhöht. Das Auto dominiert nicht, es ist nicht der Champion, es ist nur eines der Verkehrsmittel. Das bewahrt einfach das Bewusstsein für alle Verkehrsteilnehmer.«
Der Verkehrsplaner André Pettinga fasst es schön zusammen. Diese Sichtweise konsequent umgesetzt garantiert einen hohen Radverkehrsanteil und ermöglicht dadurch erst lebenswerte Städte. Denn fahrradfreundliche Städte haben eines gemeinsam: Sie stellen den Menschen in den Mittelpunkt und nicht das Auto.
Überraschung! – Sprachen lernen mit dem ADFC: Der gut 15-minütige Film über praktische Radverkehrsförderung ist auf Spanisch bzw. Englisch mit spanischen Untertiteln.

[Updaten, 11.09.17]: Der alte Link funktioniert nicht mehr. Auf englisch und auf 10 min. gekürzt findet sich der Film hier

RadCity 5/2008: Clips zum Fahrrad auf dem Arbeitsweg

Öffentlichkeitsarbeit für das Radfahren ist notwendiger Bestandteil jeder Fahrradförderung. Darüber sind sich Verkehrsplaner einig. Zwar nützt Werbung fürs Rad wenig, wenn die Infrastruktur jeden Geworbenen dann abschreckt. Aber ohne Werbung und Information geht es eben auch nicht.

Die Studenten der Niederländischen Film- und Fernseh-Akademie nahmen sich das Thema »Mit dem Rad zur Arbeit« vor und produzierten ganz unterschiedliche Clips. In einem Video auf YouTube sehen wir eine Folge von neun dieser Filme.

Kleine Übersetzungshilfe: Im »Fahrstuhlvideo« lautet der Text der Durchsage etwa: »Achtung, der Fahrer des blauen Saab hat vergessen die Handbremse anzuziehen. Achtung der Wagen rollt nun auf den gelben Lotus zu.«

RadCity 2/2008: Musikvideo

Lautes Singen auf dem Fahrrad ist in weiten Teilen der Gesellschaft eher als eigentümliche Freizeitbeschäftigung angesehen. So sitzen die meisten Musiker in ihren Videos stattdessen auch kopfwackelnd und eingezwängt im Cabrio. Aber beim Musikvideo von Bat For Lashes (»What‘s a Girl To Do«) sitzt die Sängerin auf dem Rad und fährt ununterbrochen auf uns zu – begleitet von einem Ballett auf BMX-Rädern. Sehenswert. Hörenswert.

RadCity 1/2009: Tournee per Fahrrad

Wir kennen es aus Gesprächen mit AutofahrerInnen: Sie alle sind immer auf ihr Kraftfahrzeug »angewiesen«. Abgesehen davon, dass Abhängigkeit normalerweise mit  Therapie und nicht mit einem Parkplatz behandelt wird, gibt es an der Aussage auch handfeste Zweifel. Zum Brötchenholen oder für den Familieneinkauf unbedingt 1,5 Tonnen Blech zu bewegen ist weder ökologisch noch ökonomisch. Außerdem beweisen genügend Leute, dass das alles auch per Rad geht. Aber zugegeben: Es gibt Projekte, wo der Einsatz eines Autos nahe liegt: Zum Beispiel die Tournee einer Rockband.

Unser Link des Monats verweist diesmal auf die Band The Ginger Ninjas. In ihrem Video sehen wir, wie Sie sich auf ihrer 5000-km-Tournee per Rad von Ort zu Ort bewegt (inklusive aller Instrumente, Verstärker usw.). Obendrein erzeugen die Musiker nämlich auch den zum Betrieb des elektronischen Equipments benötigten Strom per Pedalkraft. Das beeindruckt sogar eingefleischte RadlerInnen!

RadCity 5/2009: Straßenverkehrsrecht historisch

Dr. Dietmar Kettler ist Rechtsanwalt und Autor des Ratgebers »Recht für Radfahrer«. Auf der hier vorgestellten Webseite zeichnet er die Entwicklungen des Straßenverkehrsrechts über die vergangenen Jahrzehnte nach.

Den zitierten Urteilen und Vorschriften entnehmen wir, wie schwer es schon Großvater und Urgroßmutter auf dem Rad hatten. – Vielleicht lässt sich aus der Geschichte auch erklären, warum im Straßenverkehr die Grundrechte ohne Konsequenzen ständig mit Füßen getreten werden?
http://www.recht-für-radfahrer.de/index.html

 

RadCity 6/2010: Fahrrad extrem

Die Kunststücke, die Danny MacAskill in seinem Video zeigt, hauen den normalen Alltagsradler vom Sattel. Schon beim Zusehen steigt die Pulsfrequenz. Der Mann fährt auf Zäunen, springt über Mauern, fliegt Treppen hoch und runter oder macht einen Salto am Baumstamm. Beeindruckendes Können, bei dem man gar nicht auf die Idee käme, es »at home« nachzuahmen

 

RadCity 4/2010: Radrouting online

Das Navi ist im Auto schon Standard. Aus vielerlei Gründen ist diese Technik nicht so leicht aufs Fahrrad übertragbar. Da freut es aber schon, dass es vielversprechende Ansätze automatisierter Routenplanung gibt.

http://www.bbbike.org/cgi/Hamburg.cgi
Die Seite erlaubt das Eingeben von Vorlieben für die Strecke und stellt eine Streckenliste sowie einen Kartenausschnitt als PDF zur Verfügung. Ursprünglich für Berlin entwickelt, gibt es das Programm nun auch für andere Städte. Start und Ziel lassen sich nicht hausnummerngenau eingeben.

www.naviki.org
Dies ist ein Projekt der Fachhochschule Münster, Labor für Software Engineering. Zwischenziele lassen sich beim Routing angeben. Start- und Zielangaben sind mit Hausnummern möglich, die Ergebnisse erscheinen sehr schnell. Wer eigene Wege per GPS aufzeichnet, kann sie hochladen. Naviki errechnet aus allen eingefügten Tracks ein routingfähiges Netz.


Die Ergebnisse beider Routingportale sind oft gut bis sehr gut. Teilweise kennen die Systeme auch kleinste Verbindungswege. Die ehrenamtliche Mitarbeit zur Verbesserung der Datengrundlage erlauben ebenfalls beide.

 

RadCity 3/2010: Bebauungspläne

Mobilitätsplanung ist weit mehr als nur Straßenplanung. Fragen nach Spielräumen für Kinder, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangeboten haben einen wesentlichen Einfluss auf das Mobilitätsverhalten und die Verkehrsmittelwahl.
Die Stadt Hamburg stellt online Bebauungspläne zur Verfügung. Es gibt Suchmöglichkeiten nach Adresse, beschlossenen B-Plänen und B-Plänen, die noch diskutiert werden.
Ein Highlight sind die alten, handgezeichneten Pläne, die oftmals aus den 30-er Jahren stammen und in den 50-er Jahren lediglich neu festgestellt wurden. Ehemalige Flächennutzungen, Straßenverläufe, Dimensionierung von Kreuzungen oder noch nicht wieder geänderte Straßennamen, die an deutsche Diktatoren erinnern: Es gibt Manches zu entdecken.

 

RadCity 5/2011: Laser-Radfahrstreifen

Eine nette Idee: Der Radfahrstreifen, den man immer dabei hat. Per Laser strahlt der Radler ihn auf die Fahrbahn. Vermutlich nicht ganz StVzO-konform aber trotzdem ein hübscher Einfall.

RadCity 4/2011: New Yorks Radverkehr

Schon wieder kommt unser Link des Monats aus New York. Da tut sich einfach gerade sehr viel und dann leben da auch noch Kreative, die spannende Sachen daraus machen. Ein Radler, der vom Polizisten auf unbenutzbare Wege verwiesen wird, kreiert dazu ein lustig-satirisches Video.
Ein anderer Film zeigt das interessante Verhalten aller Verkehrsteilnehmergruppen am Beispiel einer einzigen Kreuzung.

RadCity 3/2011: Radfahrstreifen befreit

New York setzt umfangreich auf Radfahrstreifen, die dann auch gerne von Autos zum Halten und Parken missbraucht werden. Die Bicycle Clown Brigade weist in freundlicher Weise auf den eigentlichen Zweck der Streifen hin. Fehlplatzierte Autos werden lautstark beklagt und freie Bike Lanes überschwänglich gepriesen.
Eine freundliche Aktion zu einem eigentlich unfreundlichen Verhalten.

RadCity 2/2011: Verkehrsplanung Hamburg

Wer sich für aktuelle Bauvorhaben im Bereich der Hamburger Straßen und Wege interessiert, findet auf den Internetseiten der Behörden viele Originalunterlagen. Allerdings ist die Suche danach nicht gerade komfortabel.

[Update, 03.02.2018] Links zu aktuellen Planungen und Planungsgrundlagen

RadCity 1/2011: Klima und Reisen

Drei Männer sitzen in einer Kneipe und erzählen von ihren Urlaubs­erlebnissen. Am Ende präsentiert die junge Kellnerin ihnen ihre ganz persönliche Rechnung.
Das Video von Germanwatch zeigt, auf welch großem CO2-Fuße wir wandeln. Der durchschnittliche Deutsche verursacht jedes Jahr 10 t CO2. Zielwert heute wären 4,4 t, um bis 2050 auf den dann notwendigen Wert von 1,5 t zu kommen. Anders ist ein gefährlicher, weltweiter Klimawandel nicht mehr aufzuhalten.