Verkehr
04.03.2018

Aktuelle Forderungen

Von: Ulf Dietze/Ak Verkehr

Der ADFC setzt sich für ein fahrradfreundliches und damit lebenswerteres Hamburg ein. Das Rad ist das zeitgemäße, klimaschonende und lärmfreie Alltagsverkehrsmittel in der Stadt. Fahrradfahren ist Ausdruck eines modernen, intelligenten Mobilitätsverhaltens und zeugt zugleich von umweltpolitischem Bewusstsein.

Eine radverkehrsfreundliche Verkehrsumwelt leistet einen wichtigen Beitrag zu einer lebenswerten, nachhaltigen und familienfreundlichen Stadt. Auf dem Weg dorthin gibt es vieles zu tun.

 

»Vorfahrt« fürs Rad

adfc hh/Stefan Warda

Steigerung des Radverkehrsanteils in Hamburg auf mindestens 25 Prozent bis 2020 durch den zügigen und konsequenten Umbau Hamburgs zur »Fahrradstadt«, die von SPD und Grünen als Koalitionsziel festgelegt wurde. Das bedeutet, den Radverkehr bei allen Planungen und Straßenbaumaßnahmen Vorrang einzuräumen, den Autoverkehr in Hamburg weniger attraktiv zu machen und die Hamburgerinnen und Hamburger durch ein sehr gutes Angebot zum Umstieg aufs Rad zu motivieren.

Radfahrstreifen statt Radwege

adfc hh/Ulf Dietze

Radfahrstreifen auf der Fahrbahn müssen zur Regellösung werden, Radwege dürfen nur die gut begründete Ausnahme sein. Straßenbegleitende gemeinsame Geh- und Radwege lehnen wir ab.

Ausführliche ADFC-Position dazu.

FAQ Radfahrstreifen und Schutzstreifen

Kauft Radfahrstreifen – Wo das Geld hinmuss

Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht

adfc hh/Ulf Dietze

Der Radverkehr gehört in der Regel auf die Fahrbahn sagen Straßenverkehrs-Ordnung und Rechtsprechung. Benutzungspflichten, die die rechtlichen Anforderungen nicht erfüllen, sind also umgehend aufzuheben.

Hintergrund

Velorouten mit hochwertiger Wegweisung

drei Veloroutenwegweiser an einem Mast, untergehängt sind kleine Schilder mit Routennummern adfc hh/Ulf Dietze

Der Ausbau des Veloroutennetzes, der Hauptverbindungswege für RadfahrerInnen in alle Stadtteile Hamburgs, muss forciert werden.

Ausführliche ADFC-Position dazu.

mehr Tempo 30

ADFC Hamburg

Mehr Straßenabschnitte und Gebiete benötigen Tempo 30 als zulässige Höchstgeschwindigkeit. Lärm, Luftschadstoffe und Verkehrssicherheit sind wesentliche Gründe. Der ADFC spricht sich für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften aus.

Kampagne »Läuft!« - sicher, leise, sauber, schnell. Danke, Tempo 30!

Bettelampeln abschalten

Grünes Fahrradsignal und startende Radfahrer adfc hh/Ulf Dietze

Radfahrende benötigen vernünftige Ampelschaltungen:

  • automatische Grünzeit für Fußgänger und Radfahrer an allen Kreuzungen mit jedem Ampelumlauf;
  • Grünschaltung für Fußgänger und Radfahrer kurz vor dem Autoverkehr, da dies zu mehr Sicherheit beiträgt;
  • Grünzeiten so lange, wie es die Räumzeit erlaubt. Kein frühzeitiges Rot, um dem Autoverkehr »Extrasekunden« zu geben.
  • Signalisierung des Radverkehrs zusammen mit dem Kfz-Verkehr oder mit eigenem Signal

Ausführliche ADFC-Position dazu.

Info: Welche Ampel gilt für den Radverkehr

Senat aufs Rad!

Stapel mit Wahlzetteln zur Bürgerschaftswahl am 20. Februar 2011 adfc hh/Ulf Dietze

Die Hamburger Senatorinnen und Senatoren verpflichten sich, mindestens zweimal monatlich das Fahrrad für offizielle Anlässe zu benutzen. Damit strahlen sie nicht nur als Vorbild aus, sondern bekommen auch persönlich mit, wie ihre Entscheidungen das Verkehrsgeschehen beeinflussen.

Personal für den Radverkehr

Hamburger Rathaus adfc hh/Ulf Dietze

In allen Ämtern und Behörden der Stadt, die mit Verkehrsplanung und -steuerung zu tun haben, müssen Radverkehrssachverständige an den Entscheidungsprozessen beteiligt sein. Dem Radverkehr attraktive, komfortable und sichere Verbindungen zu schaffen, muss fester Bestandteil der Planungskultur werden.

Umweltverbund stärken

Leute schieben ihre Fahrräder entlang des S-Bahnsteigs adfc hh/Ulf Dietze

Der Umweltverbund aus Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr erweitert das Potenzial des Radverkehrs. Notwendig ist die Aufhebung der Sperrzeiten und eine unproblematischere Mitnahme von Fahrrädern in den öffentlichen Verkehrsmitteln – auch im Bus.

Fahrradparken verbessern

Fahrräder an Fahrradbügeln adfd hh/Ulf Dietze

RadfahrerInnen benötigen für ihre hochwertigen Verkehrsmittel diebstahlsichere Abstellanlagen. Geeignet sind z. B. Anlehnbügel, wie es sie an Haltestellen des S- und U-Bahnnetzes gibt. Vor öffentlichen Gebäude, wie z. B. Schulen, Kitas, Bücherhallen, Kundenzentren und Polizeiwachen muss es ausreichend viele diebstahlsichere Abstellanlagen geben. In den letzten Jahren gab es mit dem »1000-Bügel-Programm« und dem B+R-Entwicklungskonzept wichtige Ansätze, die fortegeführt werden müssen. Denn selbst bei Neubauten von Gewerbebetrieben fehlt es z. T. an Abstellplätzen für Fahrräder.

B+R-Entwicklungskonzept

Themenbereich Fahrradparken