30.12.2019

Ampelschaltungen für Radfahrer*innen beim indirekten Linksabbiegen

Von: Online-Redaktion

Im zweiten Halbjahr 2019 wurde die Kreuzung Bramfelder Straße/Habichtstraße in Hamburg-Barmbek aufwändig umgebaut und modernisiert – ebenso der direkt angrenzende Knoten Habichtstraße/Hellbrookstraße. Radfahrende, die auf dem Radfahrstreifen der Habichtstraße aus südostlicher Richtung aus Dulsberg kommen, können dort jetzt über eine Wartetasche indirekt nach links in die Hellbrookstraße abbiegen.

Im Vergleich zu früheren Lösungen in Hamburg ist das ein Fortschritt. Denn hier gibt es nicht nur die Fahrradampel für die Linksabbieger in der Wartetasche,  sondern auch noch eine Ampel für den Radverkehr, der  weiter auf der Habichtstraße geradeaus fährt. Durch diese zusätzliche Ampel wird vermieden, dass das Signal für die Linksabbieger als Signal für den Geradeausverkehr – ob Rad oder Auto – missverstanden wird. Denn gerade im Dunkeln ist aus einiger Entfernung kaum zu erkennen, für welche Fahrtrichtung das Signal gilt. [Zum Vergleich ein schlechtes Beispiel mit nur einer Ampel aus der Stadtbahnstraße]. Mit zwei Fahrradampeln – eine für die Linksabbieger, eine für den Geradeausverkehr – ist die Situation eindeutig.

Ein paar Meter vor der Wartetasche für Radfahrer*innen, die links abbiegen möchten, befindet sich eine Ampel, die eigentlich nach StVO für alle Fahrstreifen auf der Habichtstraße gilt und damit auch für den Radverkehr auf dem Radfahrstreifen. Damit Radfahrende aber tatsächlich konfliktfrei bis zur Wartetasche weiterfahren können, baute man zusätzlich zur Ampel für den allgemeinen Fahrzeugverkehr noch eine gesonderte Fahrradampel, die für Radfahrer*innen – und nur für sie – gilt. Sie ist auf Dauergrün geschaltet und erlaubt Radfahrenden, die an der Kreuzung links abbiegen wollen, die Wartetasche zu erreichen – egal, was die allgemeine Fahrzeugampel zeigt.

Wie so oft bei Straßenumgestaltungen in Hamburg ist auch in der Habichtstraße nicht alles gelungen. Zu kritisieren sind vor allem die für Hamburg leider typischen kleinen Streuscheiben der Radverkehrsampeln, die auch hier verwendet werden. Da sich in diesen kleinen Streuscheiben die entsprechend noch kleineren, aber entscheidenden Richtungspfeile verstecken, sollten auch bei Ampeln für Radfahrer*innen besser Streuscheiben in der für den Fahrzeugverkehr üblichen Größe verwendet werden.

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