19.10.2018

Velorouten aktuell

Von: Online-Redaktion

Informationen rund um das Thema Velorouten

Der Hamburger Senat möchte laut Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen »bis zum Ende der Wahlperiode« ein 280 Kilometer langes Veloroutennetz fertigstellen. In diesem Online-Dossier fassen wir den aktuellen Stand rund um die Velorouten in Hamburg zusammen.

Das Veloroutennetz

Die Karte zeigt das geplante Veloroutennetz. Ein Klick führt zur aktuellsten Version auf dem geoportal-hamburg.de

Die BWVI hat ein Netz von Velorouten festgelegt. Die Infrastruktur auf diesen Strecken wird nun überplant und umgebaut – der heutige Zustand einer Strecke entspricht also noch nicht der fertigen Veloroute.

Das Netz umfasst 12 vom Rathausmarkt in die Bezirke verlaufende Velorouten sowie zwei »Ringrouten« nördlich der Elbe. Auf diesen Velorouten soll der Radverkehr sicher, bequem, entspannt und zügig fließen, ohne dass Radfahrende ständig dem Lärm und Gestank vieler Kfz ausgesetzt ist. Das Veloroutenkonzept soll das Fahrradfahren in der Stadt attraktiver machen, so dass der Radverkehr im Modal-Split verdoppelt wird, um »in den zwanziger Jahren auf 25 Prozent zu steigen« (Koalitionsvertrag SPD/Grüne, 2015). Ein Ziel, das der ADFC unterstützt und dessen Umsetzung er kritisch begleitet.

Was sind Velorouten?

Ein Radverkehrsnetz sollte »hierarchisch« aufgebaut sein. Es gibt dann bezirksübergreifende Velorouten, ergänzende Velorouten innerhalb des Bezirks, das normale Straßennetz und das sog. Nachbarschaftsnetz. Insgesamt ist das Ziel, sichere Radverkehrsverbindungen für jeden anzubieten. Das schafft der Verkehrsteilnehmer*in – egal ob jung oder alt – eine wirkliche Wahl: Nehme ich jetzt das Fahrrad oder doch das Auto, nehme ich den Bus oder gehe ich zu Fuß? Heute setzen sich viele auch deshalb ins Auto, weil sie für sich keine Alternative sehen. Letztlich ist die Erhöhung des Radverkehrsanteils das Ziel. Denn das reduziert die Luftverschmutzung und die Lärmemissionen, erhöht die Verkehrssicherheit, reduziert Parkplatzbedarf – und sorgt letztlich auch für jenen Platz, den der notwendige Anteil des Autoverkehrs benötigt.

Velorouten setzen sich meist aus ganz »normalen« Straßen zusammen: Tempo-30-Abschnitte, ein Weg durch einen Park, eine am Ende offene Sackgasse, eine in beiden Richtungen befahrbare Einbahnstraße, eine Fahrradstraße usw. In Verbindung mit radfahrgerechter Kreuzungsgestaltung entsteht eine längere attraktive und sichere Verbindung, die eine zügige Reisegeschwindigkeit erlaubt.

Allgemeine Links zu Velorouten in Hamburg

Serie im Hamburger Abendblatt

Radfahrer steht vor einem Gebotsschild "nach links abbiegen" adfc hh/Ulf Dietze
Veloroute 7: Rantzaustraße Ecke Am Alten Posthaus. Die Route führt geradeaus - fahren ist aber verboten ...

In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt sind wir sämtliche Velorouten abgefahren. Dabei bewerten wir den Ist-Stand und wagen einen Ausblick auf das, was uns die bereits bekannten Umbaumaßnahmen bringen werden.

(Die Artikel liegen hinter einer Bezahlschranke).

19.10.18: Veloroute 11 | 15.10.18: Veloroute 10 | 08.10.18: Veloroute 9 | 06.10.18: Veloroute 8 | 04.10.18: Veloroute 7 | 01.10.18: Veloroute 6 | 26.09.18: Veloroute 5 | 22.09.18: Veloroute 4 + Infokasten | 19.09.18: Veloroute 3 | 15.09.18: Veloroute 2 + Infokasten | 12.09.18: Veloroute 1 | 08.09.18: Der große Test – Wie gut sind Hamburgs Radwege?


ADFC-Faltblatt »Auf Velorouten entspannt durch Hamburg«

Was sind eigentlich Velorouten? Wozu dienen sie und wo verläuft das Gesamtnetz?

Download


ADFC-Faltblatt »Radfahrstreifen und Velorouten«

Auf immer mehr Straßen gibt es Radfahrstreifen. Auch mit dem Ausbau der Velorouten entsteht mehr von dieser modernen Infrastruktur. Bei aktuellen Straßenbaumaßnahmen werden oftmals alte, unzureichende Radwege zurückgebaut und erlauben dann z. B. ein Verbreitern der Gehwege. Für den Radverkehr gibt es Schutzstreifen oder Radfahrstreifen. In einem Faltblatt beantwortet der ADFC Hamburg die Fragen, die Radfahrende häufig zu diesen Markierungen auf der Fahrbahn stellen.

Download | weitere Infos in unserem FAQ Radfahrstreifen


Podiumsdiskussion mit Fachvortrag | 10.11.16

Ende 2016 lud die ADFC-Projektgruppe Velorouten zu einem Fachvortrag mit anschließender Diskussion ins Bürgerhaus Wilhelmsburg. Jörg Thiemann-Linden referierte als Experte für Radverkehrsinfrastruktur über technische Standards. An der Podiumsdiskussion nahmen teil:

  • Ole Thorben Buschhüter, SPD-Bürgerschaftsfraktion
  • Käthe Fromm, Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer
  • Jürgen Hanke, Polizei Hamburg, Verkehrsdirektion
  • Jörg Thiemann-Linden, Stadt- und Verkehrsplaner (SRL), Köln
  • Susanne Elfferding, ADFC Hamburg

Bericht von der Veranstaltung
(mit kurzen Videos zu ausgewählten Problemstellen des Veloroutennetzes)

An der Alster
Veloroute 6
Elbbrücken

Politik-Radtour | 23.09.16

adfc hh/ulf dietze
Rund 35 PolitikerInnen und ADFC-Aktive tauschten sich über Velorouten-Details aus

Ende September 2016 lud die Projektgruppe Velorouten des ADFC PolitikerInnen zu einer Radfahrt ein. An sechs Haltepunkten auf Velorouten zeigte sie vor allem die positiven Aspekte der jeweiligen Planung. Auf die Qualität kommt es an: sichere Führung, attraktive Ampelschaltungen, komfortable Oberflächen und Wegbreiten ... 

Karte der gefahrenen Strecke

Infoblatt mit den wichtigsen Haltepunkten


Zeitleiste des Koalitionsprojekts Velorouten

  • 8/18: In den letzten Monaten gibt es zahlreiche Verschickungen von Straßenplanungen. Dabei werden Abschnitte von Velorouten durch Bezirk oder LSBG oder ein Planungsbüro überarbeitet. Der ADFC nimmt über seine Bezirksgruppen Stellung dazu.
  • 11/17: BWVI veröffentlicht Qualitätskriterien für Velorouten (Velorouten in Hamburg - Grundlagen und Leitlinien)
  • 5/17: Die Routenführung für das geplante 280 km umfassende Netz ist abgestimmt. Die BWVI gibt eine Auswahl der geplanten Maßnahmen (PDF) bekannt.
  • 10/16: BWVI und jeder Bezirk beschließen erste "Jahresvereinbarungen" (d. h. Planung- bzw. Bau von Teilabschnitten im Laufenden Jahr und prognostisch für die Folgejahre) 
  • Ende August 2016: Die Routenführungen sind in der BWVI abschließend diskutiert
  • Ende Juni 2016: Unterzeichnung des Bündnis für Radverkehr
  • 15.05.2016: Frist für die Bezirke, Stellungnahmen zu den Vorschlägen der BWVI zu Routenverläufen sowie zum Bündnis für Radverkehr abzugeben…
  • Februar bis April 2016 BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) stellt Pläne in Verkehrsausschüssen der sieben  Hamburger Bezirke vor
  • 01.10.2015 Kirsten Pfaue wird Hamburgs Radverkehrskoordinatorin
  • März 2015 Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen