Die Geschützte Radspur in der Holzmarktstraße in Berlin

Die Geschützte Radspur in der Holzmarktstraße in Berlin. © ADFC/April Agentur

2. Ein tragfähiger Haushalt für die Ausbau-Offensive

 

Grundlegende Voraussetzung für das Fahrradland Deutschland 2030 ist das bundesweite Einrichten von lückenlosen nutzerfreundlichen Radwegenetzen und deren ausreichende Finanzierung.

 

Die Radverkehrsinfrastruktur wurde jahrzehntelang vernachlässigt. Deutschland braucht Radwegenetze, auf denen Radfahrende aus allen Bevölkerungsschichten sicher und komfortabel an ihre Ziele gelangen können. Um das Ziel zu erreichen, bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen.

Die bisherige Förder- und Finanzierungssystematik, die Radverkehrsförderung fast ausschließlich den Kommunen überlässt und als freiwillige Aufgabe einordnet, wird dem nicht gerecht.

Zusammenarbeit und Finanzierung

Um Deutschland zum Fahrradland zu machen, müssen Bund und Länder enger zusammenarbeiten und deutlich mehr Finanzmittel, Personal und Know-how bereitstellen. Und sie müssen die Kommunen umfassend beim Ausbau und Erhalt der Radwegenetze vor Ort unterstützen.

 

 

Deshalb fordert der ADFC:

  1. Gesetzliche Regelfinanzierung für den Radverkehr im Bundeshaushalt, zur Einrichtung lückenloser Radwegenetze und sicherer Kreuzungen in den Kommunen bis 2030, für die systematische Erschließung von Metropolräumen und Ballungsgebieten mit Radschnellwegen bis 2030 mit bundesweit mindestens 2.000 Kilometer Radschnellwegen, den Ausbau und Erhalt von Radwegenetzen an Bundesfernstraßen, 1.000 Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen und mehr
  2. einen Bund-Länder-Vertrag für das Fahrradland Deutschland 2030 mit der Verpflichtung von Bund und Ländern, bis 2030 bundesweit lückenlose Radwegenetze einzurichten und die Kommunen bei der Umsetzung vor Ort zu unterstützen und mehr
  3. eine Lotsenstelle Radverkehr für die Unterstützung kleinerer Kommunen bei der Antragstellung und beim Abruf der Mittel, als auch durch Wissenstransfer.
  4. die Koordinierung des Radfernwegenetzes sicherzustellen: der Bund muss seine Koordinierungsfunktion (auch innerhalb des europäisches Radnetzes „Euro-Velo“) als dauerhafte Aufgabe begreifen und sicherstellen

Der Aktionsplan mit allen detaillierten Forderungen steht in der blauen Medienbox zum Herunterladen bereit.

Zurück zur Übersicht der ADFC-Forderungen

alle Themen anzeigen
https://hamburg.adfc.de/artikel/2-ein-tragfaehiger-haushalt-fuer-die-ausbau-offensive

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    weiterlesen

  • Wie erreiche ich den ADFC Hamburg?

    Geschäftsstelle des ADFC Landesverband Hamburg e.V.
    Koppel 34-36
    20099 Hamburg

    Telefon: +49 40 39 39 33
    Fax: +49 40 3 90 39 55
    E-Mail: kontakt [at] hamburg.adfc.de

     

    Erreichbarkeit
    Die Geschäftsstelle ist an Werktagen grundsätzlich telefonisch erreichbar. Anrufe können jedoch nicht immer persönlich entgegen genommen werden. Nachrichten auf dem Anrufbeantworter sind sehr willkommen und werden (werk)täglich abgehört und beantwortet.
    Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Adresse.

    Persönliche Termine sind nach Absprache möglich.

    weiterlesen

  • Wie kann ich den Newsletter abonnieren?

    Der kostenlose Newsletter des ADFC Hamburg informiert ein bis drei Mal im Monat über Neuigkeiten zum Radfahren in Hamburg und über die Arbeit des ADFC.

    Hier geht's zur Anmeldung
    Du kannst dich jederzeit über einen Link im Newsletter wieder davon abmelden.

  • Wo kläre ich meine Fragen zur Mitgliedschaft?

    Für Änderungen zur Mitgliedschaft stellen wir verschiedene Formulare bereit, mit denen du z.B. eine neue Anschrift ganz einfach mitteilen kannst. Du benötigest lediglich deine Mitgliedsnummer.

    Mitglied werden kannst du hier.

    Bei Fragen zur Mitgliedschaft hilft dir unser zentraler Mitgliederservice in Bremen gerne weiter: +49 421 34 62 923.

    Eine Übersicht zu unseren Mitgliedervorteilen findest du hier.

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

    weiterlesen

Bleiben Sie in Kontakt