
20.Mai 2026: Stoppt das Töten auf Hamburgs Straßen!
Am Mittwoch, 20.05., ruft der ADFC zu einem Ride of Silence im Gedenken an die im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden auf. An den Senat appelliert er: Stoppt das Töten auf Hamburgs Straßen!
2025 feierte Hamburg einen traurigen Rekord: Elf Radfahrer:innen wurden auf den Straßen der Stadt getötet, 237 weitere schwer verletzt. Nie war der Senat weiter von seinem seit Jahren erklärten Ziel der Vision Zero entfernt, also für keine Tote und Schwerletzten im Straßenverkehr zu sorgen. „Zum diesjährigen Ride of Silence am 20. Mai gedenken wir wieder der im letzten Jahr im Hamburger Straßenverkehr getöteten und schwer verletzten Radfahrer*innen“, sagt Thomas Lütke vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Hamburg. „Bei der Gedenkfahrt fahren wir zu Unfallorten des letzten Jahres und halten vor Ort jeweils eine Schweigeminute ab.“ Start der diesjährigen stillen Gedenkfahrt ist um 18.45 Uhr im Schmuggelstieg 41, 22419 Hamburg. Enden wird der Ride of Silence gegen 22.10 Uhr mit einer Mahnwache An der Verbindungsbahn im Rothenbaum, wo im September 2025 die Schauspielerin Wanda Perdelwitz bei einem sogenannten Dooring-Unfall getötet wurde, als ein Autofahrer plötzlich die Pkw-Tür öffnete und nicht auf die auf dem Radfahrstreifen fahrende Perdelwitz achtete.
„Wir fordern Vison Zero”, so Lütke. „Auf Hamburgs Straßen dürfen keine Menschen mehr sterben oder schwer verletzt werden – der Schutz von Leben und Gesundheit hat für uns die höchste Priorität“. Dafür müsse der Senat endlich die zwei Hauptursachen für schwere Unfälle mit Radfahrer*innenbeteiligung in den Fokus seiner Verkehrspolitik rücken: Überhöhte Geschwindigkeit von Autofahrer*innen und rechtsabbiegende Lkw-Fahrer*innen, die zu schnell und ohne die nötige Aufmerksamkeit und Vorsicht abbiegen. Dazu müsse die Infrastruktur endlich an der Sicherheit und den Schutz der Verkehrsteilnehmer*innen ausgerichtet werden und nicht an der „Leistungsfähigkeit“ oder den „Verkehrsfluss“ für den motorisierten Verkehr. „Statt Menschenleben wirksam zu schützen zählt der Senat lieber Kfz-Parkstände in der Stadt und stoppt die Mobilitätswende“, kritisiert Lütke. „So bleibt das von ihm seit Jahren in die Koalitionsverträge geschriebene Ziel Vision Zero ein leeres Versprechen.“
Details zur Demo
Folgender Ablauf ist geplant:
18:45 Uhr - Sammeln Schmuggelstieg 41, 22419 Hamburg
19:05 Uhr - Mahnwachen Langenhorn
20:00 Uhr - Sammeln/Pause U Volksdorf
20:20 Uhr - 20:40 Mahnwachen Volksdorf & Berne
21:10 Uhr - Sammeln/Pause U Wandsbek Markt
21:30 - 21:45 Uhr - Mahnwachen Hamm & Hammerbrook
22:10 Uhr - Mahnwache An der Verbindungsbahn, Rotherbaum, Abschluss
Die Fahrt ist bei der Polizei Hamburg angemeldet und wird durch diese geschützt. Wir bitten alle Teilnehmer*innen, zum Zeichen ihrer Anteilnahme schwarze Bänder oder Schleifen an ihren Fahrrädern zu befestigen.
Aktualisierungen zum Ablauf werden auf der Website des Fahrradclubs veröffentlicht. Teilnehmenden wird geraten, dort am Tag der Veranstaltung noch einmal nachzuschauen: https://touren-termine.adfc.de/radveranstaltung/200084-ride-of-silence-2026. Da der genaue zeitliche Ablauf von der Planung abweichen kann, lässt sich die Fahrt mit der App „Critical Maps“ (https://www.criticalmaps.net/#4/52.47/13.43) lokalisieren.
Petition; Hamburg stoppt das Töten – Sichere Straßen jetzt!
Der Fahrradclub ruft alle Hamburger*innen auf, sich für mehr Sicherheit von Radfahrenden in der Stadt einzusetzen und die Online-Petition zu unterstützen. Wir fordern Senat und Hamburgische Bürgerschaft auf, die Sicherheit der verletzlichsten Verkehrsteilnehmenden zur obersten Priorität zu machen und die vorhandenen Handlungsspielräume konsequent auszuschöpfen. Die Hamburger Zivilgesellschaft muss klar machen, dass es so nicht weiter gehen kann.
https://www.openpetition.de/petition/online/hamburg-stoppt-das-toeten-sichere-strassen-jetzt-2
