Familien-Fahrraddemo Kidical Mass

Damit Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen, braucht es sichere Radschulwege. Für dieses Ziel finden Kidical-Mass-Fahrrademos in Hamburg, Deutschland und anderen Ländern statt. © Bernd Reipschläger

„Kidical Mass“ in Hamburg am 15. Mai: Sichere Schulradwege für Hamburgs Kinder!

 

Am 14./15. Mai 2022 bringt das Bündnis „Kinder aufs Rad“ Kinder und Familien aufs Rad. In 180 Orten in Deutschland und weiteren Ländern finden unter dem Motto „Uns gehört die Straße“ Fahrraddemos für kinder- und fahrradfreundliche Wege statt.

 

In Hamburg startet die Kidical Mass am Sonntag, den 15. Mai, um 14:30 Uhr an der Moorweide (Dammtor). Zielpunkt ist der etwa 5 km entfernte Stadtpark. Organisiert wird die Radtour von der Initiative Radentscheid Hamburg und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hamburg.

„Hamburg sollte eine Stadt sein, in der sich Kinder und Jugendliche sicher und selbständig bewegen können – ob zu Fuß oder mit dem Rad“, fordert ADFC-Landesvorsitzende Samina Mir. „Dazu braucht es jetzt sichere Schulradwege und Tempo 30 innerorts“. Notwendig seien außerdem geschützte oder baulich getrennte, breite Radwege an allen Hauptverkehrsstraßen Hamburgs sowie geschützte Kreuzungen nach niederländischem Vorbild, ergänzt Günther Reimers vom Radentscheid. „Sogenannte Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr oder mit temporären Kfz-Durchfahrtverboten bringen ein signifikantes Plus an Sicherheit für Schüler*innen im Straßenverkehr”.

Reimers: „Sichere Mobilität von Schulkindern erhöht die Lebensqualität von Kindern und Familien und öffnet den Kindern den Weg in die Selbstständigkeit und hin zu einem aktiven Lebensstil. Sie ist darüber hinaus unverzichtbar für den Weg zur Fahrradstadt und ein entscheidendes Merkmal einer Verkehrswende, die eine lebenswerte Stadt zum Ziel hat.” Mir appelliert an Bürgermeister Peter Tschentscher: „Hamburgs Senat lässt die Bezirke mit der Aufgabe, ein sicheres Schulradwegnetz zu schaffen, weitgehend allein. Das muss sich ändern: Sichere Mobilität für Kinder muss Chefsache werden!“

 


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    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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