Pop-Up-Aktion des ADFC an der Kreuzung Alsterglacis-Kennedybrücke

 

»Verkehrsversuch macht klug!« – Radfahren ohne Ampeln! Der Hamburger Fahrradclub richtete am Samstag, den 17. April 2021 einen Pop-Up-Radweg an der Kreuzung Alsterglacis-Alsterufer-Kennedybrücke (Nordseite) ein.

 

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat am Samstag, den 17. April 2021, von 11 bis 18 Uhr einen Pop-Up-Radweg an der Kreuzung Alsterglacis-Alsterufer-Kennedybrücke (Nordseite) eingerichtet. Dadurch konnten Radfahrer*innen, die von der Kennedybrücke kommen, in einem Rutsch Richtung Dammtor fahren, ohne durch drei Ampeln kurz hintereinander ausgebremst zu werden. An die Kreuzung schließt auch die Veloroute 4 von der Fahrradstraße Harvestehuder Weg kommend an.

„Mit unserer Aktion wollen wir zeigen, wie einfach es ist, komplexe Kreuzungen wie diese für alle sicher und komfortabel zu gestalten“, sagt Jens Deye vom Fahrradclub. „Dazu bringen wir die Idee der modalen Filter ins Spiel“. Solche Automobil-Filter wie man sie schon aus dem Stadtbild in Form von Pollern oder Blumenkästen kennt, lassen an Kreuzungen und Straßeneinmündungen Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Kleinstfahrzeuge durch, Kraftfahrzeugverkehr hingegen nicht.

Deye: „Zum Einen beruhigen Modalfilter damit den Verkehr, etwa in einem Wohngebiet oder auf einer Fahrradstraße, zum Anderen verbessern sie den Verkehrsfluss und kommen der Verkehrssicherheit aller zugute.“ Kreuzungen würden so für alle Verkehrsteilnehmer*innen übersichtlicher und für den Radverkehr besonders gefährliche Rechtsabbiegeunfälle könnten ganz vermieden werden.

Der Fahrradclub fordert den Senat auf, auf der Kreuzung Alsterglacis-Kennedybrücke umgehend einen solchen Auto-Filter auf Dauer einzurichten. Während der Aktion werden Absperrungen aufgebaut, die die Einfahrt in die Straßen „Alsterufer“ und „Warburgstraße“ für von der Kreuzung kommende Autos verhindern. Radfahrer*innen und Fußgänger*innen von der Kennedybrücke kommen sicher und flüssig über die Kreuzung Richtung Dammtor, weil es keine querenden Kraftfahrzeuge mehr gibt und die Ampeln für die Zeit der Aktion abgehängt werden. Alle, die mit dem Auto ins Wohngebiet oder in die Straße “Alsterufer” wollen, erreichen diese mit einem kurzen Schlenker über den Mittelweg.

Die Aktion wurde vom ADFC Hamburg angemeldet. Für die gute Unterstützung im Vorfeld bedankt sich der Fahrradclub bei der Polizei Hamburg, die die Absperrung der Kreuzung geplant und in Auftrag gegeben hat. „Radfahrer*innen und Fußgänger*innen kommen jetzt sicher und flüssig durch," freut sich Deye. "Die Kreuzung Alsterglacis-Kennedybrücke könnte jetzt ohne Weiteres ein paar Wochen lang so bleiben, bevor sie dann entsprechend umgebaut wird."

Mit Modalfiltern arbeitet der ADFC auch in seinem aktuellen Projekt „Quartiere für Menschen“. Ziel dieses Projekts ist, das Wohngebiet rund um die Osterstraße verkehrsberuhigend umzugestalten - mit Beteiligung der Anwohner*innen.

 

Video: Eindrücke der Pop-Up-Aktion


https://hamburg.adfc.de/pressemitteilung/pop-up-aktion-kreuzung-alsterglacis-kennedybruecke

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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