Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Hamburg e. V.

Ein Ghostbike an einer Straße in Gedenken an getöteten Radfahrenden

In Gedenken © ADFC Hamburg

Fahrradclub ruft zur Mahnwache auf: Stoppt das Töten!

Angesichts von bereits acht getöteten Radfahrenden in Hamburg im Jahr 2025 wirft der ADFC dem Senat vor, zu wenig gegen das Töten auf den Straßen zu unternehmen.

Anfang August überfuhr eine Autofahrerin in Hamburg-Neuland einen Radfahrer, der wenige Tage später an seinen ihm dabei zugefügten Verletzungen starb. Er ist bereits der achte getötete Radfahrende im Jahr 2025 und wieder ruft der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zu einer Mahnwache auf. Sie findet statt am Sonntag, den 31.08.2025, um 14 Uhr, am Unfallort in der Straße Neuländer Elbdeich.

„Das Töten auf Hamburgs Straßen muss endlich aufhören“, sagt Thomas Lütke vom ADFC Hamburg. „Dieser neueste tödliche Unfall geschah auf einer von Radfahrenden stark genutzten Freizeitroute – an einer Stelle, an der nichts für die Sicherheit der ungeschützten Verkehrsteilnehmer*innen getan wurde.“ Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durch Tempo 30 oder auch Schilder, die Autofahrer*innen zusätzlich für Radfahrende sensibilisieren, die dort die Straße im Verlauf der Freitzeitroute queren müssen, hätten aber nach Ansicht des Fahrradclubs mit hoher Wahrscheinlichkeit den Unfall verhindern helfen können.

„Der Senat müsste alles in seiner Macht Stehende für den Schutz von Leben und Gesundheit der Verkehrsteilnehmer*innen tun – stattdessen kümmert er sich um den Erhalt von Kfz-Parkständen in der Stadt“, so Lütke. „Das von Bürgermeister Peter Tschentscher und der SPD inszenierte ,Parkplatzmoratorium‘ ist aber fatal für alle Bemühungen, in Hamburg keine Schwerverletzten und Toten mehr im Straßenverkehr zu haben – so bleibt Vision Zero eine Vision.“

Aktuell erhält der Fahrradclub viele Berichte von Radfahrenden über Beinahe-Unfällen an gefährlichen Kreuzungen in Hamburg, die nur knapp und mit großen Glück für die Beteiligten nicht tödlich endeten, so zuletzt in der Grossmannstraße und in der Cuxhavener Straße. Lütke: „Und was macht der Senat? Statt den Autoverkehr zu entschärfen und die Sicherheit von ungeschützten Verkehrsteilnehmer*innen zu verbessern, greift er den Populismus der CDU-Opposition auf und feiert sich dafür, Kfz-Parkstände in der Stadt zu ,retten‘“. So zuletzt der SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter.

Lütke verweist auf die fortschrittliche Verkehrspolitik anderer Großstädte: „Ob Paris, London oder Helsinki – wo der politische Wille da ist, Menschen im Straßenverkehr wirksam zu schützen, konnte das Töten gestoppt und die Verkehrssicherheit erhöht werden.“ Mit 10 getöteten Radfahrer*innen im letzten Jahr und bereits jetzt wieder 8 Toten in diesem Jahr bewege sich Hamburg in die umgekehrte Richtung.

Mahnwache: Sonntag, 31.08.2025, 14 Uhr
Neuländer Elbdeich 192-194

Weitere Informationen zur Mahnwache.

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Ein Ghostbike an einer Straße in Gedenken an getöteten Radfahrenden

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