Radfahrer auf einer Popup-Fahrradspur in Wandsbek

Popup-Bikelane in Wandsbek © ADFC Hamburg

Wenn temporäre Pop-up- zu dauerhaften Radwegen werden, gewinnen alle!

 

Erfolgreiche Verkehrsversuche: ADFC begrüßt Verstetigung der Pop-Up-Radwege und fordert weitere.

 

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Hamburg begrüßt die Pläne des Senats zur Weiterführung der bisher provisorischen Popup-Bikelanes am Schlump und in der Max-Brauer-Allee als dauerhafte Radwege. „Diese Form der Radverkehrsführung hat sich bewährt, da Radfahren dort wesentlich attraktiver ist als auf schmalen Radwegen und weil die Häufigkeit von gefährlichen Konflikten mit dem Kfz- und Fußverkehr auf separaten Radwegen deutlich abnimmt“, freut sich Tom Jakobi vom Vorstand des ADFC.  

Gleichwohl kritisiert Jakobi, dass die bisherigen Verkehrsversuche mit Pop-Up-Bikelanes in Hamburg noch Stückwerk sind. „Wenn Radfahrende 500 Meter auf einem tollen neuen Radweg fahren können, aber am Ende keine vernünftige Möglichkeit zur sicheren Weiterfahrt haben, schafft das noch keine großen Anreize zum Umstieg auf das Fahrrad“. Vielmehr müsse die Stadt eine Netzwirkung erzielen, indem sie durchgehende Verbindungen für Radfahrende schafft. Jakobi: „Selbst mitten in der Innenstadt, auf dem Ring 1, ist bislang nur ein kurzes Stück auf der Esplanade gut und sicher mit dem Rad befahrbar.“ Für die Weiterfahrt sowohl Richtung Deichtorplatz als auch Richtung U-Bahn St. Pauli stehen Radfahrenden häufig nur extrem schmale, alte Wege und streckenweise sogar gar keine Infrastruktur zur Verfügung.“ Auch auf diesen Straßen könnten Pop-Up-Radwege die Sicherheit und den Komfort für Verkehrsteilnehmende rasch verbessern. Der Fahrradclub erinnert auch an seine „Flop10”-Liste vom Juli 2021 mit zehn großen Straßen, an denen es überhaupt keine Radinfrastruktur gibt. „Unseres Wissens liegen auch neun Monate später noch keine Planungen für diese Straßen vor”, sagt Jakobi.

Der ADFC fordert Senat und Behörden daher auf, seine erfolgreichen Verkehrsversuche jetzt auszuweiten und schnell deutlich mehr Pop-up-Radwege in Hamburg zu bauen, „um eine Mobilitätswende zu ermöglichen, die ihren Namen auch verdient“, so Jakobi. „Wenn Radverkehr und öffentlicher Nahverkehr so attraktiv sind, dass viele Hamburger*innen sie gern nutzen möchten, muss auch niemand mehr Sorge vor Staus haben. Im Gegenteil: wer mit dem Rad fährt oder die U-Bahn nutzt, steht nämlich nicht im Stau. Für den Wirtschaftsverkehr und für die verbleibenden Menschen, die tatsächlich auf das Auto angewiesen sind, ist auch mit weniger Spuren noch genug Platz, wenn man die richtigen Anreize setzt."

 


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    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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