
Die Dietrich-Schreyge-Strasse nach dem Umbau © Ulf Albrechtsen
In Bergedorf tut sich was
In Bergedorf nähert sich ein für den Radverkehr wichtiger Umbau der Fertigstellung.
Auch wenn die Fußwege und Parkplätze zur Zeit noch im Bau sind, lässt die jetzt fertig asphaltierte Fahrbahn bereits ein komfortables und zügiges Radfahren zu.
Die Dietrich-Schreyge-Straße ist zwar nur 150 Meter lang, stellt aber durch die direkt anschließende Brücke über den Schleusengraben eine wichtige Verbindung für den Radverkehr im Bezirk dar.
Vorher – nachher
Bisher gab es hier nur sehr unebenes Natursteinpflaster. Infolge dessen wichen fast alle Radfahrenden regelwidrig auf die Fußwege aus, die zudem stark untermaßig waren. Außerdem wurden Kfz durchgehend und beidseitig mit zwei Rädern auf dem Gehweg geparkt.
Mit dem Umbau der Dietrich-Schreyge-Straße entsteht nun eine ampelfreie Verbindung vom Bergedorfer Zentrum und Bahnhof nach Bergedorf-Süd und in die Vierlande. Auch der Radweg Vierlanden-Bahndamm (Bergedorf – Zollenspieker) lässt sich so komfortabel erreichen. Ebenfalls verbessert sich die Anbindung zum zukünftigen Radschnellweg von und nach Geesthacht.
Holperige Planungsphase
Von November 2022 bis März 2024 dauerten die Planungen, dann lag ein fertiger Entwurf vor. Im Oktober 2024 stand die Umsetzung jedoch bereits wieder auf der Kippe, da die CDU einen Antrag zum Stopp des Umbaus gestellt hatte. Begründet wurde der Antrag mit dem Verlust von 22 Parkständen. Nach Beratung im Fachausschuss sollte eine Umplanung erfolgen, um diese Parkstände zu erhalten. Diesem Antrag stimmten CDU, SPD und AfD zu.
Das Bezirksamt wies dann in einer Stellungnahme auf die Folgen dieses Beschlusses hin. Eine Neuplanung hätte den Verlust der zur Verfügung stehenden Mittel und eine Verschiebung voraussichtlich ins Jahr 2027 bedeutet. Wegen des engen Gesamtquerschnittes wäre es auch bei einer Neuplanung kaum möglich gewesen, die Parkstände zu erhalten, da die Planung aktuell geltende Regeln und Normen beachten muss.
Nach einer weiteren Beratung im Fachausschuss Anfang Dezember 2024 wurde der Antrag dann nochmals geändert und mit den Stimmen von CDU und SPD angenommen: Der Umbau solle stattfinden, allerdings sollten zwei Parkstände erhalten bleiben und dafür auf die Neupflanzung von zwei Bäumen verzichtet werden. Mit entsprechenden Verzögerungen wurde der Umbau dann im August 2025 begonnen.
Gegenwärtig sind zwar die Nebenflächen noch in Arbeit, der Radverkehr profitiert aber bereits jetzt von dieser neu gestalteten Verbindung. Die Bezirksgruppe Bergedorf hätte an der Einmündung Dietrich-Schreyge-Straße in die Vierlandenstraße gerne noch eine Fahrradschleuse gesehen, aber trotzdem sind wir mit der erreichten Lösung insgesamt sehr zufrieden.
Für die BG Bergedorf: Ulf Albrechtsen




