Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Hamburg e. V.

Chrysanderstraße - teilweise bereits mit sogenanntem Bergedorfer Pflaster.

Chrysanderstraße - teilweise bereits mit sogenanntem Bergedorfer Pflaster. © Reinhold Reumann - ADFC Hamburg

Neues aus den Bezirken: Bergedorf

Hundertfünfzig Meter lang ist das südliche Teilstück der Chrysanderstraße in Bergedorf, das demnächst mit einem neuen Fahrbahnbelag versehen und in beide Richtungen mit dem Fahrrad befahrbar sein wird.

Umbau Chrysanderstraße

Der südliche Teil der Chrysanderstraße ist auf einer Länge von etwa 150 Metern zwischen Mohnhof und Schloßstraße noch mit Großkopfsteinpflaster befestigt. Außerdem ist der Abschnitt eine Einbahnstraße, in der Autos parken dürfen. Das Radfahren in Gegenrichtung ist jedoch nicht erlaubt. Wer also aus der Schloßstraße oder vom Wochenmarkt in der Chrysanderstraße (Höhe Schloßgarten, zweimal in der Woche) wieder zurück Richtung Mohnhof will, muss einen langen und unattraktiven Umweg in Kauf nehmen. Daher wird oft auf den Gehwegen entgegen der Einbahnstraße oder durch den Reepersteig geradelt, wo aufgrund der Enge das Radfahren nicht erlaubt und auch nicht zu empfehlen ist.

Maßnahmen

Die Bergedorfer Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat nun beschlossen, das Kopfsteinpflaster zu entfernen und das Radfahren in beide Richtungen zu ermöglichen. Die Planungen laufen auf Hochtouren, und wir haben bereits eine Stellungnahme zur 1. Verschickung abgegeben. Nach dem für 2022 vorgesehenen Umbau wird die Straße mit dem sogenannten Bergedorfer Pflaster befestigt. Sie wird zukünftig Tempo 20 haben und für Autos weiterhin als Einbahnstraße vom Mohnhof in Richtung Norden befahrbar sein. Bei einer Straßenbreite von über vier Metern und ohne parkende Kraftfahrzeuge wird der Radverkehr dann auch in Gegenrichtung zugelassen.

 

Beurteilung

Insgesamt berücksichtigt die vorliegende Planung die Belange des Radverkehrs sehr gut. Sie schließt eine seit Jahrzehnten bestehende Lücke im Bergedorfer Radverkehrsnetz und bringt durch Ersatz des Großsteinpflasters deutlich mehr Fahrkomfort für Radfahrende. Die Ein- und Ausfahrten sowie die Fahrbahnbreite sind ebenso sinnvoll geplant wie die Verkehrsführung im Bereich der Kurve gegenüber der Feuerwache. Sehr positiv ist auch zu bewerten, dass fast alle Längsparkstände auf der linken Seite der Fahrbahn angeordnet wurden, so dass die Gefahr von Dooring-Unfällen nur noch sehr gering sein wird

Dieser Artikel stammt aus der aktuellen RadCity 03/2021

Für die ADFC-Bezirksgruppe ist das auf jeden Fall ein Erfolg.

alle Themen anzeigen

Verwandte Themen

Auszüge aus PLAST 9 von 1995

40 Jahre Jubiläum - Tag 37

Fahrradrevolution fürHamburg! Baubehörde erlässt neue Richtlinie für die Radverkehrsplanung / Radlerlobby feiert ‚neues…

Eugen Wagner, 1995

40 Jahre Jubiläum - Tag 10

Er war jahrzehntelang das populäre Aushängeschild der SPD Hamburg, dazu von 1983 bis 2001 Bau- und Verkehrssenator:…

Collage von einigen Meldungen über Verkehrsunfälle auf Twitter

"erfasst", "touchiert" oder "angefahren"

Polizei und Medien berichten über Verkehrsunfälle, bei denen Radfahrer*innen oder Fußgänger*innen von Autofahrer*innen…

Unterführung am U-Bahnhof Oldenfelde, links Fahrradbügel, rechts Fahrradboxen, mittig eine breite Rampe mit zwei Personen zu Fuß.

ADFC-Position: Gleisunterführungen und Rampen für den Radverkehr

Bauwerke des Schienenverkehrs stellen mit Dämmen und fehlenden Querungsmöglichkeiten Barrieren dar.

Umbau der Kreuzung Alsterglacis/Kennedybrücke

Zwei Jahre Mobilitätswende - Farbe bekennen!

Seit Frühjahr 2020 hat Hamburg eine Behörde für Verkehr und Mobilitäts­wende (BVM). Im Sommer 2021 warfen wir einen…

Keyvisual ADFC-Fahrradklima-Test 2022

Hamburg beim ADFC-Fahrradklima-Test 2022: Verkehrswende im Schneckentempo

Bei der bundesweiten ADFC-Umfrage zum Fahrradklima enttäuscht Hamburg erneut mit einer Gesamtnote von 4,0.

aufgeworfene Radwegsteine

Radweg kaputt? Melde-Michel in Hamburg nutzen!

Über den Melde-Michel der Stadt Hamburg kannst du Schäden an der öffentlichen Infrastruktur melden. Per Online-Formular…

Wohin des Weges als Radfahrer*in? Absteigen und schieben? Das kann doch nicht wahr sein!

Neues aus den Bezirken: Harburg

Die einen sagen: Es tut sich etwas südlich der Elbe. Die anderen sagen: Bei der Mobilitätswende ist der Bezirk Harburg…

Gruppe fährt mit Rädern unter Torbogen entlang

Abradeln fürs STADTRADELN am 30. September

Schön war's! Gemeinsam haben wir mit einer Feierabendrunde die 21-Tage-Challenge beendet.

https://hamburg.adfc.de/artikel/neues-aus-den-bezirken-bergedorf-1-1

Bleiben Sie in Kontakt