Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Landesverband Hamburg e. V.

Erweiterte Sackgasse

Erweiterte Sackgasse © Ulf Dietze

40 Jahre Jubiläum - Tag 14

Du bist in einer dir unbekannten Gegend. Da wäre es doch schön zu wissen, ob es am Ende einer Sackgasse weitergeht oder nicht. Wir hatten uns bereits Anfang der 1990er-Jahre um eine besondere Kennzeichnung bemüht.

Aufkleber zur Erweiterung
Aufkleber zur Erweiterung © Ulf Dietze

Mittels eines Aufklebers oberhalb des Querbalkens auf dem Sackgassenschild sollte angezeigt werden, dass es für Fuß- und Radverkehr weitergeht. Die örtlichen Straßenverkehrsbehörden waren anderer Meinung. Erst nach einigem Hin und Her erlaubte die oberste Landesbehörde ab 1991 die Kennzeichnung in Form einer "Ausnahmegenehmigung".

Allerdings sah man sich behördlicherseits nicht in der Lage, die Aufkleber anzubringen. Unser Vorschlag, selbst mit einer Leiter hinzufahren und die Kennzeichnung an den geeigneten Sackgassenschildern vorzunehmen, wurde "aus Sicherheitsgründen" abgelehnt. Also blieb es zunächst bei Aufklebern an einzelnen Schildern, angebracht von Mitarbeiter*innen der Bauämter oder von ... man weiß es nicht genau.

Im September 2009 wurden die bundesweit geltenden Verwaltungsvorschriften zur StVO um einen Satz zum Sackgassenschild (Zeichen 357) ergänzt. Seither gilt: "Ist die Durchlässigkeit einer Sackgasse für Radfahrer und Fußgänger nicht ohne weiteres erkennbar, ist im oberen Teil des Zeichens je nach örtlicher Gegebenheit ein Sinnbild für ‚Fußgänger‘ oder ‚Fahrrad‘ in verkleinerter Ausführung in das Zeichen zu integrieren."

Es gibt also ein offizielles Verkehrszeichen, um die Durchlässigkeit anzuzeigen. Aber weiterhin ist es eher dem Zufall überlassen, ob die Kennzeichnung erfolgt oder nicht.

Wenn dir ein Sackgassenschild auffällt, das um den Hinweis auf Durchlässigkeit ergänzt werden sollte, kannst du es hamburg.de/melde-michel melden. Als Kategorie passt dort am besten „beschädigtes Verkehrszeichen“. Der Text könnte wie folgt lauten:

"Das Sackgassenschild Z 357 müsste die Variante sein, bei der die Durchlässigkeit für Rad- und/oder Fußverkehr angezeigt wird. Aktuell fehlt dieser Hinweis." Alternativ kannst du dich auch an das zuständige Polizeikommissariat wenden.

Ulf Dietze

alle Themen anzeigen

Verwandte Themen

Mitgliederzahlen über die Jahre

40 Jahre Jubiläum - Tag 28

Die Mitgliederzahl des ADFC Hamburg wächst stetig: In vierzig Jahren hat der Fahrradclub es auf genau 8954 Mitglieder…

Radtourbeschreibung analog, ca. 1988

40 Jahre Jubiläum - Tag 30

Navigieren ohne Navi – geht das!? Aber klar. Die Radtourbeschreibungen des ADFC Hamburg, bestehend aus einem sechzehn…

ADFC-Buchtipp: Radel dich satt

Herzensgegend Ostholstein – mit Herbert Rönneburg auf Tour zwischen Kieler und Lübecker Bucht sowie rund um die Gewässer…

Fahrradstraßen in Hamburg seit 1998

40 Jahre Jubiläum - Tag 12

Die ersten Fahrradstraßen in Hamburg wurden 1998 in Eimsbüttel eingerichtet. Es handelte sich um drei kurze Abschnitte…

Eugen Wagner, 1995

40 Jahre Jubiläum - Tag 10

Er war jahrzehntelang das populäre Aushängeschild der SPD Hamburg, dazu von 1983 bis 2001 Bau- und Verkehrssenator:…

Fahrradparkplätze im Bereich der Geschäfte

Gute Beispiele: Fahrrad-Anlehnbügel (auch) gegen Falschparker*innen

Fahrradstellplätze sind notwendig für den Radverkehr. Sie können außerdem die Verkehrssicherheit erhöhen.

Erste Geschäftsstelle

40 Jahre Jubiläum - Tag 5

Wir sind ganz schön rumgekommen im Lauf der Jahre. Die erste Geschäftsstelle des ADFC Hamburg, damals noch unter der…

Entlang der AKN nach Kaltenkirchen

Entlang der AKN nach Kaltenkirchen (Tour 6)

Länge der Tour: 42,7 km

Start: U-Lattenkamp

Ziel: A-Kaltenkirchen

Tempo 30 Kampagne seit 2016

40 Jahre Jubiläum - Tag 33

„Läuft!“ – Im Frühjahr 2016 startet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Hamburg eine Kampagne zur Einführung von „Tempo…

https://hamburg.adfc.de/artikel/40-jahre-jubilaeum-tag-14

Bleiben Sie in Kontakt