Bezirksgruppe Mitte
Der Bezirk Mitte erstreckt sich von Finkenwerder im Westen bis Billstedt im Osten, umfasst aber auch die Veddel und Wilhelmsburg. Entsprechend vielfältig ist die Verkehrssituation für Radfahrende und sind damit auch die Aufgaben der Bezirksgruppe.
Was die Stadtteile in Mitte gemeinsam haben: Auch wenn sich die Infrastruktur an vielen Stellen verbessert hat, kommt die Verkehrswende insgesamt nur im Schneckentempo voran. Viele haarsträubende Radwege und Ampelschaltungen gibt es seit Jahrzehnten, und man gewinnt den Eindruck, die Fahrradpolitik sei leider immer noch oft Ausdruck der Maxime, den Durchfluss des motorisierten Individualverkehrs möglichst wenig zu behindern. Dem stellen wir uns entschieden entgegen!
Die Auseinandersetzung mit Bauplanungen nimmt deshalb einen großen Teil der Arbeit der Bezirksgruppe ein. Wir sehen uns die geplanten Verkehrswege genau an und schreiben Stellungnahmen. Oft werden bei den Planungen Radfahrende benachteiligt – meist, um die Fahrbahnen für den Kfz-Verkehr nicht verschmälern zu müssen. Weitere wichtige Themen sind u.a. die schlechte Beschaffenheit von Radwegen, die Entschärfung von Unfallschwerpunkten oder ungünstige Baustellenumleitungen.
Außerdem nehmen wir an Aktionen (wie temporären Protected Bikelanes, dem Parking Day etc.) teil, pflegen Kontakte und kümmern uns um die Anliegen von Radfahrenden im Bezirk – zuletzt etwa bei der Umgestaltung der Innenstadt, den Baumaßnahmen an der Manshardtstraße im Zusammenhang mit dem U4-Ausbau, der Ausschläger Allee in Rothenburgsort sowie der Kreuzung Reiherstieg-Hauptdeich/Fährstraße in Wilhelmsburg. Außerdem beschäftigen wir uns mit der für Radfahrende unerfreulichen Verkehrssituation in Finkenwerder, mit der Veloroutenplanung und mit diskriminierenden Ampelschaltungen (zuletzt etwa am Hafentor).
Der Initiative eines BG-Mitglieds ist der Vorschlag einer Busverbindung mit Fahrradtransport von Finkenwerder über Wilhelmsburg nach Billstedt zu verdanken. Denn da sowohl die Köhlbrandbrücke als auch die Norderelbbrücke der A1 keine Radwege führen, sind für die Überquerung der Elbe zum Teil sehr weite Umwege nötig.
Die Bezirksgruppe sucht dringend weitere Mitstreiter*innen, die sich gemeinsam für ein sichereres und komfortableres Radfahren in Hamburg-Mitte einsetzen möchten.