Doppelt hält besser

Doppelt hält besser © adfc hh/D. Baumgartl

Grundlagen zum Thema GPS

 

Mit der satellitengestützten Navigation am Fahrrad beschäftigt sich unser Arbeitskreis GPS. Auf diesen Seiten hilft der Arbeitskreis mit Grundlagenwissen und stellt ausgewählte Tracks aus Hamburg und Umgebung zur Verfügung.

 

Den Weg finden, ohne ständige Zwischenstopps; die eigene Position bestimmen; den Weg aufzeichnen und daheim analysieren (zum Beispiel mit Google Earth); neue Wege entdecken - durch bequemes Ausarbeiten am eigenen PC oder durch Herunterladen aus einem Radportal; wissen, wie weit es noch ist, wie lange das dauert, wie spät es dann sein wird, wann die Sonne untergeht, wann die beste Zeit zum Angeln ist ...
Okay, nicht alles davon ist relevant für eine gelungene Radtour, aber mit einem GPS-Gerät am Fahrradlenker gönnt man sich den Luxus, viele interessante Dinge rund um die Tour zu erfahren: Eine große Faszination, aber auch eine große Herausforderung! Einige Basisinformationen wollen wir Ihnen hier präsentieren.

Grundlagen

GPS steht für (Global Positioning System) und ist ein satellitengestütztes Navigationssystem der USA. Der Betrieb von GPS Empfängern muss weder angemeldet werden noch kostet er irgendwelche Gebühren. Allerdings hat das amerikanische Verteidigungsministerium als Eigentümer alle Rechte über das GPS. In Konfliktfällen (z. B. militärischen Auseinandersetzungen) kann das System kurzfristig und ohne Vorankündigung, z. B. bezüglich der Genauigkeit verändert oder auch ganz abgeschaltet werden.
Diese Einschränkung sollte jedem GPS-Nutzer bekannt sein.

Voraussetzungen für die Positionsbestimmung

Um eine Positionsbestimmung durchführen zu können (geographische Länge und Breite), müssen die Signale von mindestens vier Satelliten empfangen werden. Die meisten modernen Geräte können bis zu 12 Satelliten gleichzeitig zur Positionsberechnung verarbeiten. Aus der Position des Satelliten und der Laufzeit des Signals lässt sich die Strecke zum Empfänger berechnen. Im Allgemeinen liegt die Genauigkeit zwischen fünf und fünfzehn Metern.

Das GPS-System ist unabhängig von Witterungseinflüssen. Durch die große Entfernung der Satelliten sind die zu empfangenden Signale allerdings relativ schwach, so dass ein direkter "Sichtkontakt" vom Empfänger zum Satelliten notwendig ist. Ein freier, wolkenloser Himmel ist ideal. Je beengter der sichtbare Himmelsausschnitt ist, beispielsweise in engen Tälern, zwischen hohen Häusern oder in dichten Wäldern, je ungenauer wird die Positionsberechnung.

GPS Geräte und Kosten

Im Angebot gibt es mittlerweile eine große Auswahl fahrradtauglicher GPS Outdoor Geräte. Die Preisspanne bewegt sich zwischen ca. 90 Euro für ein einfaches Modell und ca. 500 Euro für Geräte der neuesten Generation. Einige Outdoorgeräte werden ohne digitale Karten verkauft. Sofern nicht kostenfreie OSM Karten (Open Street Map ) installiert werden können, kommen noch zusätzliche Kosten für das Kartenmaterial dazu.

Bei der Geräteauswahl sollte die Lesbarkeit des Displays unter verschiedenen Lichteinwirkungen geprüft werden. Auch die Größe des Displays ist entscheidend. Neben Outdoor GPS Geräten, die robust Wind und Wetter trotzen, ist für einen kurzen Radausflug oder eine Tagestour bei schönem Wetter auch ein Smartphone zur Navigation geeignet. Für lange Touren mangelt es den Smartphonen an der Akkulaufzeit. Durch den Einsatz von einem Akku-Pack oder USB-Lade-Adapter, der an den Nabendynamo angeschlossen wird, kann dieses Problem minimiert werden.

Grundsätzlich gilt aber, je länger die Tour und je härter die Beanspruchung, desto eher sollte man zum Outdoor GPS Gerät greifen bzw. ein Smartphone der neuen Generation nutzen.

Für den Smartphone Einsatz wird noch eine entsprechende Navigations-App benötigt. In unserer Linksammlung finden Sie unsere Empfehlungen.

Allgemein zeigen alle Geräte die aktuelle Position, den Kurs, die Peilung zum Zielpunkt, die zurückgelegte Wegstrecke sowie meistens auch die aktuelle Geschwindigkeit, die Uhrzeit und das Datum. Darüber hinaus lässt sich mit einem GPS Gerät die gefahrene Strecke (Track) aufzeichnen sowie Wegpunkte markieren. Grundsätzlich lassen sich Tracks abfahren und gleichzeitig aufzeichnen.

Bei den Outdoor Geräten kommen als Stromquelle herkömmliche Batterien oder aufladbare Akkus zum Einsatz. Bei den neueren Geräten beträgt die Betriebszeit mit einem Akkusatz ca. sechs bis zehn Stunden. Ein USB-Lade-Adapter, der an den Nabendynamo angeschlossen wird, kann ebenfalls genutzt werden. Ein Akkuwechsel während der Fahrt führt nicht zu Datenverlusten. Bei fest eingebauten Akkus sollte bedacht werden, dass die Lebenszeit der Akkus kürzer ist als die Lebenszeit der Geräte. Letzteres bedeutet immer irgendwann einen Akkutausch durch den Hersteller. Allen Geräten gemeinsam ist eine gewisse Einarbeitungszeit vor der ersten Tour. Hilfestellung bietet dazu auch unser AK GPS.

Tourenplanung

Für die Tourenplanung benötigt man entsprechendes digitales Kartenmaterial auf dem heimischen PC. Hier liefern die GPS Gerätehersteller einiges, darüber hinaus gibt es auch Alternativen wie z.B. kostenfreie digitale Karten von Open Street Map (OSM). Mittlerweile können diese auch auf vielen GPS Geräten eingesetzt werden. Tipps und Tricks dazu zeigen wir Ihnen gerne. Beachten Sie dazu auch unsere Linksammlung.

Auf den digitalen Karten wird die geplante Strecke (Track) “vorgezeichnet“ und anschließend auf das GPS Gerät oder die Speicherkarte des GPS Gerätes übertragen.
Nur noch das Gerät am Fahrrad montieren und schon kann es losgehen. Auf der Fahrt folgt man einer Linie, die im Display des GPS Geräts angezeigt wird. Für den Notfall (z.B. Geräteausfall) sollte man sich Ausdrucke von den digitalen Karten anfertigen. Wer sich die Planung am PC ersparen möchte, findet ein reichhaltiges Angebot an Tracks im Internet. Verschiedene Tourismusverbände stellen Tracks aus ihrer Region zur Verfügung, aber auch der ADFC ist mit einem guten Angebot von geprüften Tracks dabei. Weitere Hinweise in unserer Linksammlung.

Abfahren der Tour

Anhand des erstellten Tracks findet man den Streckenverlauf ohne große Probleme. Die Abweichungen von der Planung liegen im Bereich von wenigen Metern. Je nach GPS-Gerät stellt ein kleines Männchen oder ein Pfeil die eigene Position auf der Karte dar. Entfernt sich diese Markierung von der Linie ist man nicht mehr auf dem richtigen Weg. Das merkt man aber bereits nach 30 bis 50 Metern. Weicht man bewusst von der Planung ab, findet man auch schnell wieder den Weg zurück. Anhalten und Kartenstudium oder gar nach dem Weg fragen entfallen – es ist ein entspanntes Radfahren. 
Interessante Punkte und Sehenswürdigkeiten speichert man als Wegpunkt (Koordinaten) ab. Letzteres ist für eine spätere Nachbereitung eine große Hilfe. Die Zuordnung von Bildern zum Track wird dadurch ebenfalls einfacher.

Auch im Notfall kann ein solches GPS Gerät hilfreich sein. Einfach die Koordinaten ablesen und telefonisch an die Notfallstation melden.

Fazit

Die digitale Navigation ist keine technische Spielerei mehr. Die Anbieter bringen jedes Jahr neue Geräte auf den Markt, zum Teil mit mehr oder weniger sinnvollen Funktionen. Wer aber die ersten Hürden zum Thema und die Einarbeitung überwunden hat, der wird sein GPS Gerät als ständigen Tourbegleiter immer dabei haben. Es gibt keinen verlässlicheren Co-Piloten.

Für weitere Fragen steht Ihnen der AK GPS gerne zur Verfügung.

 

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https://hamburg.adfc.de/artikel/grundlagen-zum-thema-gps

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

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    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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