Lortzingstraße nach Asphaltierung

Lortzingstraße nach Asphaltierung © adfc hh/Ulf Dietze

Gute Beispiele: Umgang mit Kopfsteinpflaster

 

Ein paar Lösungen, wie Kopfsteinpflasterstraßen für den Radverkehr hergerichtet werden können.

 

Zum Thema Kopfsteinpflaster siehe auch »ADFC-Position: Umgang mit Pflasterstraßen«.

Kopfsteinpflasterfahrbahn in der Mitte asphaltiert (Frickestraße)

[21.04.2016] Die Frickestraße in Eppendorf endet südlich der Martinistraße als Sackgasse. Nun wurde in der Fahrbahnmitte ein 5 m breiter Streifen asphaltiert.

 

Für Radfahrende war dieses Verbindungsstück zwischen Tarpenbekstraße (Ring 2) und der Martinistraße durch sehr unebenes Kopfsteinpflaster nahezu unbenutzbar. Radler*innen mieden die Straße oder nutzten den Gehweg und störten damit die Fußgänger. Durch den Asphalt ist die Straße jetzt als Abkürzung nutzbar. An den Fahrbahnrändern werden die Autos weiterhin auf dem Pflaster abgestellt. Am südlichen Ende ist der Durchlass gegen Falschparker gesichert.

Insgesamt ist dies eine gelungene Lösung im Umgang mit Kopfsteinpflaster: Der Charakter der Straße wird erhalten und die Fahrbahn gleichzeitig für Radverkehr gut nutzbar.

Schutzstreifen aus Asphalt statt Kopfsteinpflaster (Hellbrookstraße)

[29.07.2014] In der Hellbrookstraße fahren Radfahrer*innen nun auf der Fahrbahn neben dem Kopfsteinpflaster.

Im Teilstück der Hellbrookstraße zwischen Rübenkamp und Fuhlsbüttler Straße liegt Kopfsteinpflaster, das die Regionalpolitik auch erhalten wollte. Anfang 2014 erhielt die Fahrbahn an beiden Rändern einen Schutzstreifen aus Asphalt. In den Nebenflächen wurde der Radweg zurückgebaut und den Parkplatzflächen bzw. dem Gehweg zugeschlagen. Insgesamt ist die Straße jetzt übersichtlicher als vor dem Umbau. Die Parkstände sind so breit, dass Radfahrende auf den Schutzstreifen genügend Seitenabstand zu abgestellten Autos halten können.

Autofahrerinnen halten gelegentlich in zweiter Reihe, so dass Radfahrer*innen über das Pflaster ausweichen müssen. Das erfordert vor allem bei nasser Fahrbahn besondere Aufmerksamkeit. Insofern gilt aus Radfahrsicht: Die Führung auf der Fahrbahn mit asphaltierten Streifen ist zwar erheblich besser als die Lage vor dem Umbau. Ein Asphaltieren der gesamten Fahrbahn wäre allerdings noch besser. Die Lösung mit Asphalt lediglich am Fahrbahnrand sollte also den Straßen vorbehalten bleiben, in denen das Kopfsteinpflaster unbedingt erhalten werden muss.

gesamte Fahrbahn asphaltiert (Hellbrookstraße)

[2012] Die Hellbrookstraße zwischen Rübenkamp und Saarlandstraße hatte ein sehr unebenes Kopfsteinpflaster. Die Radwege waren in erheblich beschädigtem Zustand und wurden regelmäßig zugeparkt. Mit dem Asphaltieren der gesamten Fahrbahn und dem Markieren von Schutzstreifen sind attraktive Radfahrmöglichkeiten entstanden.

Eine Übersicht zu weiteren »Guten Beispielen« findest du auf unserer Seite »Gute Beispiele aus Hamburg«.

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https://hamburg.adfc.de/artikel/gute-beispiele-umgang-mit-kopfsteinpflaster

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    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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