Fahrtrichtung Osten, stadtauswärts: Der Radverkehr wird vorübergehend über eine durch Baken abgetrennte Spur auf der Fahrbahn geführt

Fahrtrichtung Osten, stadtauswärts: Der Radverkehr wird vorübergehend über eine durch Baken abgetrennte Spur auf der Fahrbahn geführt © adfc hh/Stefan Eli

Gute Beispiele: Baustellenführung

 

Selten sind in Hamburg Radverkehrsführungen an Baustellen richtig gut. Wir bemühen uns, ausgewählte gute Beispiele hier zu zeigen.

 

Führung im rechten Kfz-Fahrstreifen – mit Barrieren

[04.05.2018] In der Wandsbeker Chaussee ist stadtauswärts ab Ritterstraße eine gut erkennbare Baustellenführung eingerichtet. Bis auf die etwas zu eng geratene Aufleitung am Ende ist sie gut befahrbar. Um den notwendigen Platz zu erhalten, wurde ein Kfz-Fahrstreifen verwendet. Die Abtrennung mittels physischer Barriere hilft insbesondere nicht so geübten Radfahrer*innen, sich sicher zu fühlen.

 

Video: Wandsbeker Chaussee Baustelle Mai 2018

 

»Gehweg/Radfahrer frei« statt Fahrverbot

[27.09.2014] Fuhlsbüttler Straße. Eigentlich ist »Gehweg/Radfahrer frei« als straßenbegleitende Lösung für den Radverkehr untauglich. Als Baustellenlösung kann diese Schilderkombination aber im Ausnahmefall hilfreich sein.

Im Rahmen von Busbeschleunigung und Grund­instandsetzung wertet der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer auch die Nebenflächen der Fuhlsbüttler Straße auf. Und die Radfahrer*innen fahren zukünftig auf Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Die Gesamtstrecke vom Bahnhof Barmbek bis zum Bahnhof Ohlsdorf ist rund 5 km lang und die Baustelle wird rund 1,5 Jahre bestehen.

Der Autoverkehr ist über die Bauzeit lediglich in Richtung Norden zugelassen. In Südrichtung muss er über den Rübenkamp ausweichen. Für den Radverkehr wurde von Anfang an festgelegt, dass dieser die gesamte Zeit über die Fuhle sowohl in Richtung Nord als auch in Richtung Süd fahren können soll. In Richtung Nord fährt man dabei auf der Fahrbahn. Wer das nicht möchte, darf die Nebenflächen benutzen, die mit »Gehweg/Radfahrer frei« beschildert ist.

In der Südrichtung fährt die Radfahrer*in nicht auf der Fahrbahn, da derzeit eine Einbahnstraßenregelung ausschließlich Richtung Norden gilt. Diese Richtung ist deshalb ebenfalls mit »Gehweg/Radfahrer frei« versehen. Das ist angesichts der Enge mancher Stellen die einzig vertretbare Lösung, wenn man Radverkehr zulassen möchte.

Die Baustelle in der Fuhlsbüttler Straße ist daher unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein vorbildliches Beispiel dafür, wie man eine Riesenbaustelle, für den Radverkehr lösen kann.

 

Führung im rechten Kfz-Fahrstreifen

[22.07.2012] In der Wandsbeker Chaussee Ecke Hammer Steindamm fahren Radfahrer*innen auf der Fahrbahn um die Baustellen.

Die Hochbahn baut an den beiden Eingängen der U-Bahnhaltestelle. Direkt daneben liegt der Radweg. Bei dieser aktuellen Baumaßnahme ist für den Radverkehr auf beiden Straßenseiten eine vernünftige Baustellenlösung gewählt worden:  Radfahrer*innen fahren vom Radweg auf den jeweils rechten Kfz-Fahrstreifen und hinter dem Knoten über provisorische Furten wieder auf den Radweg zurück. Dafür ist in beiden Richtungen ein Kfz-Fahrstreifen im Bereich der Arbeitsstelle abgesperrt. Durch die Wandsbeker Chaussee fahren an Werktagen ca. 46.000 Kraftfahrzeuge.

 

Führung im rechten Kfz-Fahrstreifen

[18.03.2012] Die Hamburger Hochbahn baut an der Kreuzung Wandsbeker Chaussee/Seumestraße. Betroffen ist auch die Fläche des Radwegs. Für den Radverkehr ist im Bereich der Baustelle eine Ausweichmöglichkeit eingerichtet.

Gleiches gilt für die Gegenrichtung an der Wandsbeker Chaussee Ecke Hammer Steindamm. Die Anzahl der Fahrstreifen für den Autoverkehr ist jeweils von drei auf zwei reduziert. Über provisorische Absenkungen gelangen die Radfahrer*innen auf die abgesperrte rechte Fahrspur, die aufgrund der ausreichenden Breite auch von Radfahrer*innen mit Anhänger sicher zu befahren ist. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich noch bis Mitte April.

Video: Baustelle Wandsbeker Chaussee Ecke Seumestraße, März 2012

Eine Übersicht zu weiteren »Guten Beispielen« findest du auf unserer Seite »Gute Beispiele aus Hamburg«.

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https://hamburg.adfc.de/artikel/gute-beispiele-baustellenfuehrung

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Wie erreiche ich den ADFC Hamburg?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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