Vorstand des ADFC Hamburg

Vorstand des ADFC Hamburg © ADFC Hamburg

Ausblick des Vorstandes

 

Wir haben in vierzig Jahren Vereinsgeschichte einiges erreicht. Trotzdem wollen wir uns jetzt nicht auf unseren Erfolgen ausruhen und wagen einen Blick in die Zukunft.

 

Das Rad ist endlich in den meisten Köpfen angekommen

Nachdem wir viele Jahre lang mit heftigem Gegenwind aus Politik und Verwaltung zu kämpfen hatten, fühlt es sich noch etwas ungewohnt an, aber es besteht Konsens, dass dem Radverkehr eine zentrale Rolle bei der Mobilitätswende zukommt. Das Fahrrad ist das ideale Verkehrsmittel in der Stadt und die Zukunft des Individualverkehrs. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schön Hamburg ohne rollende Blechlawinen, Lärm und stressige Verkehrsdichte sein kann. Viele haben das Fahrrad (wieder) entdeckt, und es wird zunehmend enger auf Hamburgs Radwegen – aber auch in unseren Wohnvierteln. Immer mehr PKWs werden gekauft – allerdings auch immer seltener gefahren. Das führt zu spürbaren gesellschaftlichen Spannungen. Die Beharrungskräfte à la „Alles soll so bleiben, wie es ist“ sind zwar immer noch laut. Doch die Stimmen, die #MehrPlatzFürsRad und eine lebenswerte Stadt fordern, sind deutlich kräftiger geworden. Das gibt uns Rückenwind! Diesen sollten wir nutzen und mit der Zeit gehen.

Den Trend nutzen

Wir sollten uns weniger an einer lauten Minderheit abarbeiten, die in der Vergangenheit verhaftet „Freie Fahrt für freie Bürger“ verlangt und das „Parkplatzsterben“ fürchtet. Stattdessen sollten wir voranschreiten und den Trend befeuern. Dafür müssen wir uns zur ersten Adresse bei allen Fragen rund ums Rad entwickeln. Schon heute sind wir auf vielen Gebieten kompetenter Ansprechpartner für Mitglieder, Politik, Verwaltung und radbegeisterte Hamburger*innen. Wir wollen unsere Expertise weiter ausbauen und unser Angebot professionalisieren. Insbesondere das Thema Dienstleistungen wird zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Schon jetzt erreichen uns vermehrt Anfragen nach Fahrtrainings, Reparaturseminaren, Fahrradcodierung oder Betriebskursen zum sicheren Radfahren. Gerade Angebote, die sich an Gewerbebetriebe richten, sind ein spannendes Feld, bei dem wir viele Menschen erreichen, die sich bisher noch nicht ernsthaft mit dem Fahrrad als Fortbewegungsmittel auseinandergesetzt haben.

Verkehrspolitik …

Deutlich mehr Koordination wird uns zukünftig der Bereich Verkehrspolitik und Lobbyarbeit abverlangen. Es wird deutlich, dass Hamburgs Straßen sich im Lauf der nächsten Jahre (endlich!) sichtbar verändern werden. Diesen Wandel wollen wir gestalten. Daher wollen wir unsere Rolle als anerkannter Ansprechpartner in der Hamburger Verkehrspolitik festigen und auf alle Bezirke ausweiten. Es muss selbstverständlich sein, dass der ADFC Hamburg bei jeder Straßenplanung und bei jeder Quartiersentwicklung zur Beteiligung eingeladen und gehört wird.

… und Freizeitgestaltung

In einer Metropole wie Hamburg besteht eine große Nachfrage nach erlebnisorientierter Freizeitgestaltung. Umso wichtiger sind unsere Tourenangebote. Hier besteht die Herausforderung für die Zukunft vor allem darin, ausreichend Tourenleiter*innen auszubilden, denn was gibt es Schöneres, als mit dem Rad die schillernden Seiten unserer Perle Hamburg zu erkunden?

Hilf mit, die Welt zu verändern!

Für all diese Aufgaben braucht es Menschen! Daher wollen wir noch mehr zum Mitwirken einladen. Wir möchten uns als Verein verjüngen und diversifizieren. Auch Jugendlichen, Berufstätigen und Eltern wollen wir bessere Möglichkeiten zur Teilhabe bieten. Das ist gar nicht so leicht, denn neben Schule, Beruf und Familie bleibt nicht immer viel Zeit. Darum wollen wir in Zukunft mehr in Projekten arbeiten, statt wie bisher in kontinuierlichen Arbeitsgruppen. Projektarbeit bietet mehr Flexibilität. In einer Projektgruppe lässt sich eine Aufgabe leichter innerhalb einer überschaubaren Zeit bewältigen.

Die Pandemie hat uns auch gezeigt, wie wichtig eine reibungslose funktionierende IT-Infrastruktur ist! Videokonferenzen und Cloud-Working werden uns weiterhin begleiten und haben uns schon einige neue Aktive beschert. Denn auch von zu Hause aus kann man die Welt verändern!

Für den Vorstand des ADFC Hamburg: Samina Mir

 

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Es reicht

Auf einer schmalen Straße kommt ein Lkw entgegen. Statt zu warten, überholt der Fahrer die rechts von ihm geparkten…

https://hamburg.adfc.de/artikel/ausblick-des-vorstandes

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Wie erreiche ich den ADFC Hamburg?

    Geschäftsstelle des ADFC Landesverband Hamburg e.V.
    Koppel 34-36
    20099 Hamburg

    Telefon: +49 40 39 39 33
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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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