Radreisemesse

Radreisemesse © ADFC Hamburg

Radreisemesse - ein Resumee

 

Die Radreisemesse war über zwei Jahrzehnte lang, von 1996 bis 2019, aus dem Veranstaltungskalender des ADFC Hamburg nicht wegzudenken.

 

Sie war ein zentraler Baustein des Vereinsgeschehens und lockte Jahr für Jahr viele tausend Interessierte ins CCH und später dann in die Sporthalle Hamburg. Und es war vor allem dem Engagement und dem Herzblut der Aktiven geschuldet, dass die Messe so viele Jahre lang ein solch großer Erfolg war.

Mit dem folgenden Artikel lässt uns Michael Kellenbenz auf wehmütig-liebevolle Weise an seinen Erinnerungen teilhaben:

Das Runde muss(te) ins Eckige

Was für ein Pfund hatte der ADFC-Landesverband in Hamburg mit seiner eigenen Fahrradmesse „Rad und Reise“ eigentlich über viele Jahre auf der Habenseite? Und durfte es nicht einfach „noch ein bisschen mehr sein“, wie an der Einkaufstheke? Die am Ende betrübliche Antwort kennen wir alle: Es durfte nicht. Doch das ist schon wieder eine ganz andere, lange Geschichte.

Vielfältige Aufgaben

Doch apropos lange Geschichte: Jedes Jahr aufs Neue eine eigene Fahrradmesse rund zu konzipieren, sie dreidimensional auf unterschiedlichen Ebenen in herkömmlich-eckigen und verwinkelten Mehrzweckhallen auszugestalten, hielt anspruchsvolle Aufgaben für alle beteiligten ADFC-Aktiven bereit. Und erforderte darüber hinaus schon früh im Vorfeld eine ganze Menge Fachwissen, handwerkliches Geschick, räumliches Begreifen, kalkulatorisches Talent sowie noch viel mehr Kommunikation und Moderation untereinander. So umfangreich, dass eine (mindestens) monatlich tagende eigene „Arbeitsgemeinschaft Messe“ nötig war, um das Messerad kreativ und mit dem notwendigen ADFC-Verständnis am Laufen zu halten.

 

 

Ein besonderer Zauber

Die Geschichte dieser ADFC Hamburg-Arbeitsgemeinschaft kennt eine lange eigene Historie, viele unterschiedliche kluge Köpfe, Perspektiven, Interessen, Wünsche und Augenhöhen. Dass eine ihrer beliebtesten Messe-Attraktionen ausgerechnet eine herausragend charmante wie gänzlich unprätentiöse „Reiseradelgasse“ war, erzählt schon ein wenig von dem besonderen Zauber dieser Fahrradmesse. Im unmittelbaren Dialog mit erfahrenen Radwanderern und Radwanderinnen konnten sich unsere Gäste ein detailverliebtes Bild davon malen lassen, wie sich eine längere Urlaubsreise mit dem Rad anfühlen kann.

Garniert mit vielen weiteren Informationsständen, Aussteller*innen, die dem Flair einer fast ausschließlich ehrenamtlich organisierten Messe verfielen, sowie einigen launigen Radreise-Vorträgen war es auch immer ein Gefühl der Gemeinsamkeit unter einem Hallendach. Dass, wer immer es wollte, Räder testfahren konnte, man Freund*innen und Bekannte traf, sich zum nächsten gemeinsamen Ausflug verabredete – das alles war stets im niedrigsten möglichen Eintrittspreis inbegriffen.

Vor allem selbstgemacht

Es war eine Fahrradmesse von Fahrradfahrenden für Fahrradfahrende. Sie kam aus sich heraus, ohne dabei wirklich laut zu sein. Sie war in der Rückschau fast ein bisschen old-school in ihrer empathischen, bescheidenen Zugewandtheit und blickte dabei immer optimistisch nach vorne in eine schönere und sicherere Fahrradwelt. Vor allem aber war sie schließlich selbstgemacht, aus eigenen ADFC-Ideen entstanden, aus eigenen Impulsen gestaltet. Und selbst das allerletzte belegte Brötchen, die allerletzte Kanne Kaffee war noch mit eigenen ADFC-Hamburg-Aktivenhänden zubereitet worden.

Diese fantastischen Szenerien entstanden tief in den Katakomben der Sporthalle Hamburg, zwischen all ihren „In den Basketballkorb dort drüben hat schon Michael Jackson Bälle geworfen“-Anekdoten und unter einem herausfordernden, denkmalgeschützten Vielzweck- und Konzert-Ambiente. In einer leeren Halle also, die beim Betreten des Aufbauteams zu nächtlicher Stunde noch sehr viel mehr nach Hallenhandball duftete als nach Fahrradparcours und neuwertigen Reifen.

Dass das Runde in Form einer vielbeachteten Fahrradmesse Jahr für Jahr trotzdem erfolgreich im Eckigen landete, ist der so herrlich mutigen und motivierten Lust der ADFC Hamburg-Aktiven zu verdanken gewesen, die letztlich alle immer wussten welcher Ball wann an welche Mitspielenden erfolgreich zu passen war.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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